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Frauenfrühstück mit geistlichen Impulsen

Dekanatstag der kfd Frauenfrühstück mit geistlichen Impulsen

Mehr als 100 Frauen sind am Sonnabendmorgen zum gemeinsamen Frühstück im Krebecker Bürgerhaus zusammengekommen. Doch nicht allein Gespräche bei Brötchen, Müsli und Obst standen im Mittelpunkt, sondern auch das Thema "Wovon wir leben".

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Quelle: ne

Krebeck. Erstmals seit vielen Jahren sei es den Frauen in der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) gelungen, einen Dekanatstag zu organisieren, um in so großer Runde einen Vormittag bei körperlicher und geistlicher Stärkung zu verbringen, sagte Agnes Brennecke, Vorsitzende der Krebecker Frauengemeinschaft, während ihrer Begrüßung - mit einem freudigen Lächeln im Gesicht. Denn, so erklärte sie später beim Frühstück, eine solche Veranstaltung sei eine gute Gelegenheit, auch jüngere Frauen zu einer Beteiligung in der kfd zu bringen. Gemütlich und gesellig zu frühstücken, das müsse doch die Frauen interessieren. Erst recht, wenn zudem gesungen und gebetet und ein geistiger Impuls gegeben werde.

"Liebesmahl": Alte Form der Liturgie neu entdeckt

Diesen steuerte Schwester Hildegard Faupel aus Springe bei, die nachdem Dekanatsvorsitzende Brita Bunke-Wucherpfennig das Evangelium zur Speisung der 5000 gelesen hatte, durch den Vormittag führte. Die Theologin, Pädagogin und Heilpraktikerin für Psychotherapie sowie geistliche Begleiterin der Frauen im Diözesanverband lobte das Engagement der Frauengemeinschaften im Untereichsfeld - und auch die Idee, den Dekanatstag als Agape zu feiern. Das "Liebesmahl" sei eine uralte Form der Liturgie, die eine feministische Renaissance erlebe.

Teilen und Gebrauchtwerden

Vor der Segnung der Brote - verdeutlicht dadurch, dass die Brötchenkörbe auf den Tischen während des Gebets von mehreren Frauen in die Höhe gehoben wurden - sprach sie über die Wichtigkeit des Gebrauchtwerdens selbst während eigener Not. Jesus habe zum Zeitpunkt der Brotvermehrung gerade den Tod des Johannes zu verkraften gehabt und sei dennoch für die hungernden Menschen da gewesen. Wenn jeder das gebe, was er könne, seien alle versorgt. Das sei das eigentliche Wunder der Brotvermehrung: nicht die "Zauberei", die Brote und Fische für alle hervorgebracht habe, sondern das Austeilen. Anhand eines Bildes von Sieger Köder machte sie deutlich, dass jeder Mensch eine Rolle in der Erzählung der Speisung der 5000 spiele: "Wo finde ich mich auf diesem Bild", sei die Frage, die sich auch die Frauen stellen könnten.

Mehr als Brot und gebratene Vögel

In ihrem psychologisch-spirituellen Impulsvortrag nahm Faupel das Tagesmotto "Wovon wir leben" und die Fragestellung nach dem "Was brauchen wir zum Leben" erneut auf, nach "Lebensmitteln" im wahrsten Sinne des Wortes. Sie brachte das Beispiel des Schlaraffenlandes. "Dahin würde mancher gern auswandern, wenn er nur wüsste, wo das Schlaraffenland liegt.", zitierte sie einen Text auf einer Postkarte von Oskar Herrfurth. Das jedoch sei - wie vieles andere, das das Schlaraffenland auf den ersten Blick attraktiv mache - nur vordergründig erstrebenswert. "Für ein gutes Leben braucht es mehr."
Grundbedürfnisse wie da nach Nahrung, Schlaf oder Freiheit müssten erfüllt sein, das nach Sicherheit und nach sozialen Beziehungen. Lob und Dankbarkeit spielten eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Vermittlung von Wertschätzung. Auch die Selbstverwirklichung und das Ausleben des Glaubens - nicht erst im Alter - gehörten zu den Dingen, die ein Leben zu einem guten Leben machten, referierte sie Erkenntnisse des Psychologen Abraham Maslow. "Wovon wir leben" sei eben nicht allein nur Brot oder gebratene Vögel. ne

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