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1000 Weißtannen für Klimaschutz

Reinhäuser Wald 1000 Weißtannen für Klimaschutz

34 Ehrenamtliche haben am Sonntag im Reinhäuser Forst 1.000 junge Weißtannen gepflanzt. Unterstützt wird die Aktion von der Göttinger Werbegemeinschaft Pro-City: Sie hat der Initiative „Plant for the Planet“ 1.000 Euro gespendet - der Erlös einer Umweltschutzkampagne gegen Plastiktüten.

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Hendrik Kuschel und sein Sohn Paul pflanzen im Reinhäuser Wald eine Weißtanne.

Quelle: CH

Reinhausen. Nach 30 gesteckten Bäumchen haben Madita (9) und Paul (11) Kuschel schon Routine. „Erst muss man mit dem Spaten ein Loch graben“, erklärt die Neunjährige, „dann steckt man die Tanne rein und schiebt Erde drauf“. „Bevor man die Erde fest tritt, muss man die Pflanze aber noch ein wenig hoch ziehen“, ergänzt ihr elfjähriger Bruder. Vater Hendrik Kuschel erklärt warum: „Die Pfahlwurzel muss gerade stecken.“ „Das ist gut für den Wald und hilft gegen den Klimawandel“, erklärt Paul, warum die Familie an diesem Sonntag mit anderen 1000 Bäume pflanzt.

„Plant for the Planet“ ist eine Kinder- und Jugendinitiative. Gegründet wurde sie 2007 von einem Schüler. Seine Intention: Während Erwachsene über Umweltsünden und Klimawandel reden, sollten Kinder ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen „und einfach etwas tun“, erklärte Felix Schäfer, seit zehn Jahren in der Planet-Gruppe Göttingen aktiv.

Umweltschutz sei auch die Motivation für die Pro-City-Aktion „Ich nehme es in die Hand“ im vergangenen Jahr gewesen, ergänzte City-Managerin Frederike Breyer. Göttinger Händler hatten dabei für jeden Kunden, der auf eine Einkaufstüte verzichtete, einen Spendentopf bedient. „Das Geld wollten wir natürlich für ein nachhaltiges Projekt spenden“, so Breyer.

Es reichte für 1000 junge Weißtannen, die die Freiwilligen jetzt im Wald pflanzten. Ein Waldstück mit Staunässe und Schatten durch vorhandene, aber kränkelnde Fichten, erklärte Gerhard Viehrig vom Waldpädagogikzentrum im Ruz-Reinhausen, das die Initiative unterstützt. Weißtannen könnten an diesem Standort viel besser gedeihen. Damit werde auch etwas für den Bestand dieser selten gewordenen Tannen-Art getan.

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