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Großen Coup im Keim erstickt

Diebesbande mit gestohlener Zugmaschine erwischt Großen Coup im Keim erstickt

Im Landgericht hat der Prozess gegen sechs Männer aus Südosteuropa begonnen, die im Januar einen ganzen Lastzug-Auflieger voller Aluminiumschrott stehlen wollten. Sie wurden schon bei der Anfahrt mit einer gestohlenen Zugmaschine von der Polizei erwischt.

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Hauptverdächtiger ist ein Bosnier, der mit Frau und sechs Kindern in Göttingen von Sozialhilfe lebt und zu den Vorwürfen schweigt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen/Seesen/Langelsheim.. Die Taten sind als Bandendiebstahl angeklagt. Hauptverdächtiger ist ein Bosnier, der mit Frau und sechs Kindern in Göttingen von Sozialhilfe lebt und zu den Vorwürfen schweigt. Drei der sechs Angeklagten - nach weiteren Mittätern wird gesucht - haben am ersten Prozesstag Geständnisse abgelegt. Das Verfahren gegen einen der Mitangeklagten, dem einzigen, der nicht in Haft sitzt, wurde abgetrennt. Der in Speyer lebende Bosnier hat sich kurz vor Verhandlungsbeginn abgesetzt. Die anderen fünf Männer im Alter von 23, 36, 38, 41 und 50 Jahren werden unter großem Aufwand aus vier verschiedenen Justizvollzugsanstalten vorgeführt. Seit 17. Januar sitzen sie jeweils in Untersuchungshaft. Neben 15 Wachtmeistern der Justiz sitzen zehn Strafverteidiger und fünf Dolmetscher an der Seite der Angeklagten. Sie übersetzen in die Sprachen Roma, Bosnisch und Mazedonisch. Deutsch spricht keiner.

Doch die schnellen Geständnisse der Mittäter erleichtern den Prozess. Die drei Geständigen bestätigen die Anklage. Danach haben sich die Männer bei Verden getroffen, sich in Bremen verabredet, einen Lastzug zu stehlen, und sind dann auf der A 7 zwischen Bockenem und Göttingen auf der Suche nach einer geeigneten Beute gewesen. Nachdem sie auf einem Autohof einen dort abgestellten Sattelzug-Auflieger voller Alu-Blech entdeckt hatten, fuhr eine der beiden Tätergruppen nach Langelsheim, wo sie auf ein Firmengelände eindrangen, den Zaun durchschnitten, zunächst eine Lkw-Batterie stahlen und diese dann in eine stillgelegte Zugmaschine einsetzten. Dann stahlen sie den 5500 Euro teuren Magirus und fuhren damit nach Bockenem, wo der Auflieger gestohlen werden sollte. Doch schon auf dem Weg schlug die Polizei zu. Anhand der Verbindungsdaten ihrer Handys ergab sich, mit wem sich die Diebe in jener Nacht abstimmten. Auch diese Beteiligten werden der Bande zugerechnet.

Laut Geständnis wurden einige der Männer nur mitgenommen, um beim Umladen der Beute zu helfen. Der gestohlene Auflieger sollte geleert und nach der Tat abgestellt werden. Den Helfern seien jeweils 400 bis 500 Euro Lohn versprochen worden. Sie hätten anfangs geglaubt, es handele sich um legale Arbeit. Warum er, als er merkte, dass es um Diebstahl ging, nicht einfach gegangen sei, wird der 50-Jährige gefragt. Weil es mitten in der Nacht war, er nicht gewusst habe, wo er sei, er kein Wort Deutsch spreche und kein Geld gehabt habe, sagt der Asylbewerber.

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Im Prozess gegen fünf Mitglieder einer Diebesgruppe ist der schwerste Vorwurf, die Männer seien eine Bande gewesen, vom Tisch.

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