Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Dörfer kämpfen für Hallen-Sanierung

Großer Aktionstag als Protest gegen abgelehnte Förderung durch das Land Dörfer kämpfen für Hallen-Sanierung

Die Bürger aus Groß Lengden sind sauer, viele ihrer Nachbarn auch: Ihre Sport- und Gemeinschaftshalle ist marode, der Abriss droht. Mit Landeshilfe sollte sie saniert werden, aber das Amt für regionale Landentwicklung hat abgewunken. Dagegen protestieren Politiker und Bürger jetzt mit einem Aktionstag.

Voriger Artikel
Freiwillige Deutschkurse für Flüchtlinge
Nächster Artikel
Sichere Kreuzung bei Diemarden

Die 40 Jahre alte Sporthalle in Groß Lengden ist marode, wasserdurchlässig und schlecht isoliert.

Quelle: Hinzmann

Groß Lengden. Die Schulsporthalle am Dorfgemeinschaftshaus bereitet Groß Lengden und der Gemeinde Gleichen schon lange Sorgen: der Fußboden marode, Risse im Mauerwerk, die Fensterfugen undicht, die West-Wand so wasserdurchlässig, dass sich bei Regen in der Halle Pfützen bilden und von Wärmeschutz keine Spur. So hatten Bauexperten die Halle schon vor vier Jahren beschrieben.

Eine Sanierung sollte bis einer halben Million Euro kosten – zu viel für die Gemeinde als Eigentümer. Dann kam die rettende Idee: Mit Geld aus einem neuen Landesprogramm „für kleine Städte und Gemeinden zur Stärkung der Infrastruktur“ könnten die Sanierung finanziert werden. Vorgabe: Nachbargemeinden müssen dabei zusammenrücken.

Das passte: Gleichen, Friedland und Rosdorf stellten einen gemeinsamen Antrag mit jeweils einem Projekt – die Gleichener mit der Halle Groß Lengden. Kurz vor Weihnachten kam überraschend die Ablehnung für Groß Lengden. „Ohne irgendeine Begründung“, beklagt Ortsbürgermeister Johannes Thiery (Dorfliste GL). Nur das Rosdorfer Projekt wurde berücksichtigt.

Dagegen protestiert jetzt ein „kommunales Aktionsteam zum Erhalt der multifunktionalen Halle“, dem auch Vereine und die Ortsräte aus den Nachbardörfern Klein Lengden und Sattenhausen angeschlossen sind. Sie und Gruppen aus fünf weiteren Gleichen-Dörfern sowie aus der Nachbargemeinde Radolfshausen nutzen die 40 Jahre alte Halle in Groß Lengden: für ihr Training, für Turniere und für andere Veranstaltungen.

Welche Bedeutung die Sport- und Festhalle für Vereine und das Gemeindeleben hat, hat die Aktionsgruppe einschließlich Grundschule und Sportverein Groß Lengden auch in einem Protestbrief an den Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung, Matthias Wunderlich-Weilbier erklärt. Und sie hat Wunderlich-Weilbier zu ihrem Aktionstag eingeladen.

Der hat inzwischen in einem Antwortschreiben erklärt, dass die vom Land zwischenzeitlich gekappte Gesamtsumme nicht ausgereicht habe, um alle Projekte zu fördern. Gleichen und seine Partner könnten aber für Groß Lengden einen neuen Antrag für die nächste Förderrunde stellen.

Der Aktionstag einschließlich Sondersitzung der Ortsräte aus Groß Lengden, Klein Lengden und Sattenhausen beginnt am Donnerstag, 21. Januar, um 18 Uhr in der Gemeinschaftshalle in der Wilhelm-Bendick-Straße.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Schauspieler-Casting im Göttinger „Kauf Park“