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Eine Stele für die Toten

Groß Lengden Eine Stele für die Toten

Eine große hölzerne Stele steht seit Kurzem mitten auf dem Dorffriedhof von Groß Lengden. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine Kunstwerk, sondern um eine Bestattungsform. Am Fuß der Stele sollen künftig einfach gehaltene und wenig pflegeintesive Urnengräber ihren Platz finden.

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Ehemaliger Ortsbürgermeister Johannes Thiery mit dem jetzigen Ortsbürgermeister Detlef Buhr, Heinrich Klingelhöfer (Ortsrat) und Martina Stietenroth (Realgemeinde Groß Lengden).

Quelle: r

Groß Lengden. Die neue Stele sei eine Gemeinschaftsproduktion aus dem Dorf, teilt der ehemalige Ortsbürgermeister Johannes Thiery mit. Die Realgemeinde des Dorfes habe dafür eine 130 Jahre alte Eiche aus ihrem Wald gespendet. Thiery sowie Mitglieder des neuen Ortsrates und der Realgemeinde hätten den Baum dann gefällt und zu einer Stele umgearbeitet, erklärt der ehemalige Ortsbürgermeister.

 

Diese wurde nun auf dem Friedhof des Dorfes aufgestellt, damit an ihrem Fuß Urnen bestattet werden können. Dabei handele es sich um das erste Monument dieser Art auf den Friedhöfen der Gemeinde Gleichen, so Thiery.

 

An die Verstorbenen sollen kleine Schilder erinnern, die an der Eichenstele befestigt werden. „Damit kommen wir der wachsenden Nachfrage nach einfachen Bestattungsformen ohne Grabpflege nach“, erklärt Ortsbürgermeister Detlef Buhr (Dorfliste GL). Ein weiterer Vorteil sei, dass durch die Eigenleistung des Ortsrates und die Spende der Realgemeinde die Gemeindekasse geschont worden sei, sagt Thiery.

Bei der Aufstellung der Stele waren neben dem ehemaligen und dem amtierenden Ortsbürgermeister auch Ortsratsmitglied Heinrich Klingelhöfer und die Vorsitzende der Realgemeinde Groß Lengden, Martina Stietenroth, anwesend. "Mit der Eiche aus dem Bauernholz kommt auch ein Stück heimatlicher Wald auf unseren schönen Friedhof“, sagte die Spenderin des alten Baums. mze

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