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Weniger Knollen, mehr Gäste

Familiäre Stimmung beim Kartoffelfest in Reinhausen Weniger Knollen, mehr Gäste

In diesem Jahr waren sie überaus zahlreich: die Kartoffelkäfer und die Gäste beim Kartoffelfest des Regionalen Umweltbildungszentrus (RUZ). Die Ernte fiel mit zwei Dritteln Rückgang mager aus; die Besucherzahl beim Fest aber war mit einem Drittel mehr Gästen rekordverdächtig.

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Die Ernte fiel mit zwei Dritteln Rückgang mager aus; die Besuchrzahl beim Fest aber war mit einem Drittel mehr Gästen rekordverdächtig.

Quelle: Heller

Reinhausen. Auf 500 bis 600 wurde in den vergangenen Jahren der Besuch geschätzt. Diesmal mögen es bis 900 gewesen sein, spekuliert Cathrina Rust vom RUZ. Und dennoch blieb es oben auf dem Klosterberg familiär. Viele begehrte Kartoffelsorten waren schnell ausverkauft. Etwa das Bamberger Hörnchen, eine der beliebtesten und schmackhaftesten unter den 70 Sorten, die das RUZ zusammen mit Schulklassen anbaut. Das Hörnchen fehlte bald, denn es ist nicht nur im Kochtopf, sondern auch auf dem Acker bei Kartoffelkäfern sehr beliebt.

Der Käfer war einer der Gründe, warum die Ernte alter und seltener Sorten in diesem Jahr mager ausfiel. Die Kartoffelkäfer waren ausgerechnet da, als die Ferien begannen und die Schüler, die sie sonst absammeln, eben fehlten. Hinzu kam eine lange feuchte Phase, dazu der Drahtwurm und die Kraut- und Knollenfäule. Weil das RUZ biologisch anbaut, musste ausgerechnet im ersten Jahr ohne EU-Förderung mit magerer Ernte ausgekommen werden. 100 Kilo je Reihe Pflanzen, so Rust, seien normal. Diesmal waren es gut 30.

Der Stimmung beim Fest tat das keinen Abbruch. Besonders beliebt diesmal die Smoothies. Die Gärten waren geöffnet worden, und darin wurden die Mixgetränke aus Obst, Salat und Kräutern frisch zubereitet. Wer mochte, konnte sich seine eigenen Kräuter-Zutaten für den Smoothie sammeln. Die Kinder tobten unterdessen im Stroh und mussten nach dem Fest garantiert in die Wanne.

In die Tüten kamen bei Kathrin Voll statt der begehten Hörnchen und Tannenzapfen diesmal andere, besser durch den Sommer gekommene Sorten. Kaum jemand ging ohne Kartoffeln - und sei es eine Solidaritäts-Tüte mit vielerlei Sorten und vier Euro Preis für den guten Zweck. Übrigens: Noch sind etliche leckere Knollen zu haben. Am 28. Oktober, 16 bis 18 Uhr,  ist im Gewölbekeller des Forstamtes am RUZ noch einmal Kartoffelverkauf.

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