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Friedhofsgebühren in Gleichen sollen sinken

Erstmals anonyme Gräber Friedhofsgebühren in Gleichen sollen sinken

Die Gebühren für die fünf Gleichener Gemeindefriedhöfe sollen sinken. Die Annahme einer entsprechenden Verwaltungsvorlage empfiehlt der Ausschuss öffentliche Einrichtungen dem Rat. Außerdem soll es erstmals anonyme Gräber an Stelen auf den Friedhöfen in Klein Lengden und Sattenhausen geben.

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Quelle: CH (Symbolbild)

Reinhausen. „Die Verwaltung schlägt vor, für einzelne Erdgräber künftig rund 100 Euro, für Doppel-Erdgräber rund 200 Euro weniger zu verlangen als bisher“, erklärte Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) während der Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus in Reinhausen. Auch Kinder- und Urnengräber sollten günstiger werden. Grund seien mehr Sterbefälle in diesem Jahr, wodurch sich die festen Kosten auf mehr Gebührenzahler verteilten. Die Gemeinde lasse Erdgräber nicht mehr vom Bauhof ausheben, der sich dafür einen Bagger hätte mieten müssen. Die nun beauftragte Baufirma arbeite günstiger.

Auf den Friedhöfen in Klein Lengden und in Sattenhausen will die Gemeinde 2017 jeweils eine Stele aufstellen. Die Stelen tragen Messingschilder mit den Namen der Toten. Die Erd- und Urnengräber selbst sind nicht mehr namentlich gekennzeichnet. „Der Wunsch danach ist bei einer Befragung geäußert worden, die Gemeinde durchgeführt hat“, sagte Kuhlmann. 50 Personen hätten teilgenommen.

Auf dem Friedhof in Etzenborn könnte es künftig Urnenbestattungen an großen Bäumen geben. So lautet eine Idee des Arbeitskreises Friedhöfe. Ihm gehören die Mitglieder des Ausschusses öffentliche Einrichtungen sowie der fünf Ortsräte der Dörfer mit Gemeindefriedhof an. Das soll während der kommenden Sitzung im Februar oder März weiter erörtert werden, kündigte der Bürgermeister an.

Außerdem wird sich der Arbeitskreis mit der CDU-Forderung nach einen Waldfriedhof befassen. „Wir müssen dafür ein Waldstück erwerben oder pachten und entsprechend herrichten“, gab Kuhlmann zu bedenken. Es sei offen, ob sich diese Ausgaben wieder erwirtschaften ließen. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sich dann weniger Menschen auf den Gemeindefriedhöfen beisetzen ließen, was zu steigenden Gebühren führen werde.

Der Bürgermeister kündigte Maßnahmen zur Kostensenkung an. Da der Trend zur platzsparenden Urnenbestattung ungebrochen sei, ließen sich die Friedhöfe eventuell verkleinern.

Mit 150 Euro konstant bleibt die Gebühr für die Kapellennutzung. „Um alle Kosten zu decken müsste sie 500 Euro betragen“, so Kuhlmann. Das hält der Ausschuss für unzumutbar. In der Gemeinde Gleichen gibt es außerdem noch elf kirchliche Friedhöfe.

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