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Geldsegen für Gemeinde Gleichen

Gewerbesteuer-Nachzahlung Geldsegen für Gemeinde Gleichen

Aufatmen bei den Finanzpolitiker und der Verwaltung der Gemeinde Gleichen: Überraschend kann sie in diesem Jahr gut 1,7 Millionen Euro mehr alleine über Gewerbesteuern buchen. Der Haken: Dahinter stehen einmalige Nachzahlungen und nicht einmal ein Viertel kommt bei ihr auch an.

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Astrid Wiegand

Quelle: Christoph Mischke

Gleichen. Als sich Ende vergangenen Jahres abzuzeichnen schien, dass Gleichen 2016 vermutlich weniger Geld über Gewerbesteuern einnehmen wird als erwartet, hatte der Rat auch seinen Ansatz im Etatplan für dieses Jahr reduziert: um 50 000 auf 1,6 Millionen Euro. Jetzt zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab, erklärte Astrid Wiegand, Leiterin der Haupt- und Finanzverwaltung. Gleichen werde in diesem Jahr voraussichtlich gut 3,3 Millionen Euro von den Gewerbetreibenden bekommen. Zum Vergleich: In den vergangenen drei Jahren konnte die Gemeinde über Gewerbesteuern 1,84 (2014), 2,08 (2015) und 1,42 (2016) Millionen Euro für sich buchen.

Der Blick auf diese Zahlen wird allerdings getrübt: Wenn Kommunen viel Geld über Steuern einnehmen und leistungsstärker werden, müssen sie zugleich mehr Geld über die Gewerbesteuerumlage und Kreisumlage an andere und an den Landkreis Göttingen abgeben. Und sie bekommen weniger Geld über sogenannte Schlüsselzuweisungen vom Land. Fazit: Von 1,7 Millionen Euro Mehreinnahmen blieben am Schluss nur 415000 Euro übrig, so Wiegand.

Die gesamte Entwicklung zeige, „wie viel Unsicherheit in der jährlichen Haushaltsplanung steckt, auch wenn man sehr vorsichtig daran geht“, ergänzte Gleichens Bürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD) im Haushaltsausschuss des Rates. Es gibt allerdings noch weitere positive Entwicklungen für die finanzielle Lage Gleichens. Seit 2014 nimmt sie in ihren Kindergärten stetig mehr Geld über Elternbeiträge ein als erwartet. Mit 78600 Euro hatte die Verwaltung zum Beispiel im vergangenen Jahr gerechnet, gut 120 000 Euro waren es am Jahresschluss. In diesem Jahr hat sie knapp 107000 Euro veranschlagt, 125000 Euro könnte es werden. „Wir vermuten, dass viele Eltern inzwischen mehr oder doppelt verdienen“, kommentierte Kuhlmann diese Zahlen. Elternbeiträge in Kitas sind nach Einkommen der Eltern gestaffelt.

Von Ulrich Schubert

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