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Grüne Benniehausen fordern Einbindung in Flüchtlingsarbeit

CDU, SPD und Verwaltung warnen vor Parallelaktivitäten Grüne Benniehausen fordern Einbindung in Flüchtlingsarbeit

Der Gemeinderat hat den Antrag der Grünen, die Gemeinde Gleichen möge sich stärker in die Flüchtlingsarbeit einbinden, in den Sozial-Ausschuss überwiesen. Die Angelegenheit soll in der übernächsten Sitzung am 27. Januar diskutiert werden.

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Quelle: haz (Symbolfoto)

Benniehausen. Viele Bürger seien bereit, zu helfen, wüssten aber nicht, an wen sie sich wenden sollen, argumentierten die Grünen. Deshalb solle die Gemeinde die Koordination der Flüchtlingshilfe sowie das Informationsmanagement dem Familienzentrum Reinhausen übertragen und dafür beim Kreis Mittel für zwei Wochenarbeitsstunden beantragen. Auf der Internetseite der Gemeinde solle darüber hinaus eine Rubrik mit aktuellen Zahlen und Fakten der Flüchtlingsentwicklung eingerichtet werden.

Bei den anderen Fraktionen sowie der Verwaltung stieß der Antrag nicht auf Zustimmung. Man solle es sich gut überlegen, bereits bestehenden Koordinierungsstellen eine neue hinzuzufügen, sagte Harald Melzer (SPD). Der Landkreis sei für das Verfahren verantwortlich, sagte Wolfgang Schöngraf (CDU): „Parallelstrukturen führen nur zu Sand im Getriebe.“ Vor „Parallelaktivitäten“ warnte auch Bürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD).

Im Moment sei die Gemeinde gut aufgestellt, mit der weiteren Zuweisung von Flüchtlingen sei dieses Jahr nicht zu rechnen. Gleichzeitig betonten aber alle Sprecher ihre Hilfsbereitschaft. Und so wurde der Antrag nicht abgelehnt, sondern an den Ausschuss verwiesen.

Die Grünen waren über die Reaktionen „erstaunt“, wie Anja Nieselt-Achilles betonte. Man könne sich doch nicht vor der Tatsache verschließen, dass weitere Flüchtlinge kommen werden: „Wir müssen jetzt aktiv werden und nicht erst dann, wenn die Lage nicht mehr beherrschbar ist.“

hr

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