Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Marmeladen-Messer für kleine Mädchen

Schmiedefest in Bremke Marmeladen-Messer für kleine Mädchen

Glühendes Eisen und ein glühender Grill: Beim Schmiedefest in Bremke haben die Gäste am Sonnabend viel über ein traditionelles Handwerk erfahren und sich bei Bratwurst und Kuchen zum Klönen getroffen. In diesem Jahr wurden zudem Kameras aus den vergangenen Jahrzehnten ausgestellt.

Voriger Artikel
Weniger Knollen, mehr Gäste
Nächster Artikel
"Das Herz der Einigkeit"

Schmied Franz Vollmer (rechts) mit Leo aus Göttingen

Quelle: HW

Bremke. In der historischen Schmiede glüht das Feuer. Franz Vollmer, Schmied aus Krebek, bringt darin eine knapp fingerdicke Eisenstange zum Glühen. Am Amboss wartet die kleine Leandra, ausgerüstet mit einer Lederschürze, Arbeitshandschuhen und einem Hammer. Die zierliche Grundschülerin schlägt mit hoher Konzentration und großer Begeisterung aus das Eisen ein. Immer wieder erhitzt Vollmer den Stab, immer wieder haut Leandra das Eisen platt.

"Wenn die Kinder in der Schule auch so konzentriert wären...", sagt ihre Mutter lachend. Am Ende hält das blonde Mädchen ein selbst geschmiedetes Messer mit einem Hakengriff in der Hand. "Damit kannst Du morgen früh beim Frühstück Butter und Marmelade schneiden, dass kann das Messer besonders gut", sagt Vollmer zu seinem kleinen Lehrling. Die anderen Kinder stehen schon Schlange, auch Mika. Der kleine Junge mit dem Polizei-Käppi möchte aber kein Messer, sondern ein Brecheisen schmieden. Er ist ein großer Fan von Feuerwehr und Polizei, auch seine Mutter ist Mitglied in der Feuerwehr. "Mit dem Brecheisen kann ich uns befreien, wenn wir einmal eingeschlossen sind", ist Mika überzeugt. Geduldig erfüllt Vollmer die Wünsche der Kinder. Eigentlich ist er Spezialist für Damastmesser, die aus vielfach gefaltetem Metall gefertigten scharfen Klingen.

Schmied Franz Vollmer

Zur Bildergalerie

Unterdessen erklärt Rolf Bergmann, Vorsitzender des Bremker Heimatvereins, den Besuchern der Ausstellung die Kameras. Vom Filmprojektor aus den 30er Jahren über eine Agfa-Klack aus den 50ern bis hin zur "Ritsch-Ratsch-Klick" aus den 70ern: Die Ausstellung, so Bergmann, zeige ausschließlich Geräte aus privaten Sammlungen. Viele der Stücke sind in seinem Besitz.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana