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Im neuen Kreisel bei Diemarden läuft es rund

Knotenpunkt freigegeben Im neuen Kreisel bei Diemarden läuft es rund

Zehn Jahre nach dem politischen O.K. und vier Monate nach Baubeginn sind am Montag die ersten Autos durch den neuen Kreisel an der L569 bei Diemarden gefahren. Der 620.000 Euro teure Knotenpunkt soll die Unfallgefahr an der Kreuzung mindern.

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Quelle: PH

Diemarden/Klein Lengden. Dieter Schneemann war der erste, der am Montagmorgen durch den gerade frei gegebenen Kreisel kurven durfte. Der Schiedsmann in der Gemeinde Gleichen war auf dem Weg von Göttingen nach Kerstlingerode und war begeistert: „Da bin ich aber froh. Ja, das ist gut, dass es den jetzt gibt.“ Das sehen andere auch so: Zur offiziellen Freigabe hielte eine Gruppe ein selbstgemaltes Plakat hoch: „Diemarden sagt danke!“

Seit 2006 hatten vor allem die Diemardener und ihr Ortsrat einen Kreisel an dieser Stelle gefordert, aber immer wieder wurde das Projekt vom Landkreis Göttingen aus Kostengründen verschoben. Der Kreisel ist Teil eines Mehrjahresprogramms und der letzte realisierte nach Bovenden, Scheden und Nesselröden.

Schon seit langen waren sich Polizei, Verkehrsplaner, Auto- und Radfahrer einig, dass ein Kreisel die Kreuzung entschärfen werde. Die L569 ist mit etwa 10000 Fahrzeugen am Tag stark frequentiert. Wer aus Diemarden kommend von der Kreisstraße 47 einbiegen wollte, konnte die Landesstraße aber kaum einsehen. Folge: viele tatsächliche und knapp vermiedene Unfälle.

„Wir haben lange darauf gewartet“, erinnerte auch Diemardens Ortsbürgermeister Martin Worbes (Grüne) an die Geschichte des Kreisels. Schön sei, dass jetzt auch den Radweg ins Dorf runter angeschlossen und ein Stück verlängert wurde. Noch schöner wäre es, wenn er irgendwann einmal bis ins Dorf führt, so Worbes. Das hofft auch Gleichens Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD). Vorerst aber sei es wichtig, dass es nicht mehr so viele kritische Verkehrssituationen geben werde. Dafür habe sich das Warten gelohnt, sagte Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD). Aber immerhin sei „in Rekordzeit“ gebaut worden. Dabei seien 2000 Tonnen Asphalt, 150 Quadratmeter Pflaster und 600 Meter Bordstein eingearbeitet worden.

Der neue Kreisel hat einen Außendurchmesser von 40 Metern. Seine Mittelinsel ist 13,50 Meter breit. Sie soll in den kommenden Wochen noch mit Sträuchern begrünt werden. Gepflegt wird der neue Knotenpunkt von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

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