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Karin Jürgens neue Bürgermeisterin

Kampfabstimmung in Bremke Karin Jürgens neue Bürgermeisterin

Karin Jürgens ist neue Ortsbürgermeisterin von Bremke. Die 48-jährige Agrarsoziologin wurde am Donnerstag in geheimer Abstimmung mit drei von fünf Stimmen aus den Reihen des Ortsrates gewählt. Damit unterlag ihr Kontrahent Werner Wille – und scheiterte auch bei der Wahl eines Stellvertreters.

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Karin Jürgens

Quelle: Schubert

Bremke. Selten ist die erste und von Formalien geprägte Sitzung eines neu gewählten Ortsrates so gut besucht: Etwa 30 Bremker verfolgten gespannt die Wahl der neuen politischen Dorf-Spitze im Gasthaus Heinemann - dicht gedrängt um den runden Ortsratstisch. Erneut hatte die SPD bei den Kommunalwahlen über ihre Liste drei Mandate geholt: Karin Jürgens, Thomas Seiger und Markus Mladek. Die CDU ist mit zwei Abgeordneten vertreten: Werner Wille und Sabine Teupel. Es hatte sich abgezeichnet, dass die SPD mit ihrer Mehrheit wie in den Vorjahren den Bürgermeisterposten besetzen wird. Sie schlug Jürgens vor, die CDU Wille. Der forderte geheime Abstimmung und verlor.

Zweiter Akt: die Wahl des Stellvertreters. Dieser Posten ging in den Vorjahren nach interner Absprache fast immer an die zweitstärkste Partei in Person von Wille. Von 1981 bis 1986 war er Ortsbürgermeister, seitdem fast durchgehend Stellvertreter. In dieser Wahlperiode aber will die SPD ihre neuen Ideen für das Dorf in starker Spitzenbesetzung umsetzen: Sie schlug Seiger vor – die CDU erneut Wille. Ergebnis: Der Krankenpfleger Seiger wurde mit drei Stimmen gewählt.

„Ich will versuchen, dass wir Bremker künftig mehr und offener miteinander ins Gespräch kommen“, sagte Jürgens zu ihrem Antritt als neue Ortsbürgermeisterin. Die selbstständige Agrarsoziologin stammt aus Friesland, ist verheiratet und lebt seit 13 Jahren in Bremke. Sie ist parteilos, hat erstmals für ein kommunalpolitisches Amt kandidiert und auf Anhieb 203 Wählerstimmen für sich verbucht. Sie löst Bernd Casper ab, der nach 15 Jahren im Ortsrat und davon acht Jahren als Ortsbürgermeister nicht wieder kandidiert hat.

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