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Klettern in Reinhausen

Mehr Möglichkeiten für Clubs Klettern in Reinhausen

Der Landkreis Göttingen will weitere Klettermöglichkeiten im Reinhäuser Wald eröffnen. Dazu werden die Vorschriften für das dortige Landschaftsschutzgebiet geändert.

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Der Landkreis Göttingen will weitere Klettermöglichkeiten im Reinhäuser Wald eröffnen. Dazu werden die Vorschriften für das dortige Landschaftsschutzgebiet geändert.

Quelle: Wenzel

Reinhausen. Eine Landschaftsschutzverordnung hatte der Kreistag bereits 2012 gefordert. Ziel war die Umsetzung des FFH-Schutzes („Flora-Fauna-Habitat“) in nationales Recht. Über diese Zielsetzung hinaus sollte mit dieser Verordnung auch die seit dem Jahr 2006 bestehende Klettervereinbarung in hoheitliches Recht überführt werden.

Das Verfahren zur Sicherung des FFH-Gebietes „Reinhäuser Wald“ ist nach jahrelangen Verzögerungen, die mehrfach vom Land wegen bürokratischer Hindernisse gestoppt wurden, mittlerweile abgeschlossen. Zuletzt wurden die überarbeiteten „Walderlasse“ im September 2015. „Bei der Auswertung der Erlasse wurde deutlich“, erklärt die Kreisverwaltung, „dass der Verordnungsentwurf von 2012 durch die neuen Vorgaben insbesondere hinsichtlich der Regelungen zur ordnungsgemäßen Forstwirtschaft einer derartigen Überarbeitung bedurfte, dass ein erneutes Festsetzungsverfahren mit Beteiligung und Auslegung des überarbeiteten VO-Entwurfs notwendig wird.“

Im jetzigen Entwurf der Landschaftsschutzgebietverordnung (LSGVO) „ist es verboten, Felsen zu beseitigen, zu beeinträchtigen oder mit Hilfsmitteln zu erklettern“, erläutert die Kreisverwaltung. Eine Reihe von Felsen soll nun aber freigegeben werden. Jetzt endlich liegt der neue Verordnungsentwurf vor.

Ganz abgeschlossen ist die jahrelange Genehmigungsprozedur allerdings noch nicht. „Die Kletterrouten an den freigegebenen Bereichen der Felsen“, teilt die Kreisverwaltung in ihrer Beschlussvorlage mit, „befinden sich zurzeit noch in der Abstimmung beim Deutschen Alpenverein (DAV) und der Interessentengemeinschaft (IG) Klettern.“ Diese Organisationen können noch weitere Kletterrouten in den bereits freigegebenen Bereichen vorschlagen. Außerdem muss vor dem Erlass einer Landschaftsschutzverordnung noch eine Beteiligung der Gemeinden und der Träger öffentlicher Belange sowie eine einmonatigen öffentliche Auslegung erfolgen. Dazu plant die Verwaltung einen Informationsabend.

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