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Kreis streicht Landschaftsschutz für Acker

Freie bahn für neue Maschinenhalle Kreis streicht Landschaftsschutz für Acker

 Grünes Licht für den Bau einer neuen Maschinenhalle am Ortsrand von Reinhausen: Der Landkreis Göttingen wird die vorgesehene Ackerfläche aus dem Landschaftsschutz entlassen. Einstimmig haben die Umweltpolitiker des Kreistages zugestimmt.

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Längst aus dem Rennen und nicht frei gegeben für eine neue Maschinenhalle, weil es an ein Biotop grenzt: das alte Klärwerk in Reinhausen.

Quelle: Vetter (Archiv)

Gleichen/Göttingen. Die SPD-Abgeordnete Bärbel Diebel-Geries wertet die vorbereitete Entscheidung der Kreisverwaltung und jetzt im Umweltausschuss als eine „gutes und deutliches Zeichen“ für Gleichen. Die flächengroße Gemeinde stehe mit ihren Tälern, großen Waldgebieten und einer besonnenen Baulandpolitik für Natur- und Landschaftsschutzschutz. Wohl bedacht habe sie den Entlassungsantrag gestellt.

In zuvor abgegebenen Stellungnahmen hatten Naturschutzverbände zwar gegen den Verbrauch von wertvollem Acker- und Naturland protestiert – erst recht, wenn es in einem ausgewiesenen Schutzgebiet liegen. Die Kreisverwaltung hatte allerdings dagegen gehalten, dass die betroffene Fläche im Randbereich des Landschaftsschutzgebietes Leinebergland liegt und dort weder Biotope noch Landschaftsschutzbestandteile vorhanden seien.

Dem Verfahren vorausgegangen war ein Streit um eine ganz andere Fläche, auf der ein Reinhäuser Forstunternehmer zunächst eine Halle für Fahrzeuge und Maschinen bauen wollte: das ehemalige Klärwerk der Gemeinde bei Reinhausen. Das hatte die Planungs- und Umweltbehörde allerdings abgelehnt: mit dem Hinweis auf das gleiche Landschaftsschutzgebiet.

Der Unterschied: Die alte Kläranlage befindet sich unmittelbar am Wendebach, der als naturnahes Gewässer zusätzlich geschützt ist. Das jetzt frei gegeben Areal liegt unweit davon auf der anderen Seite des Baches und höher, unmittelbar hinter der Tennis- und Soccerhalle Reinhausen. Abschließend muss noch der Kreistag zustimmen.

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