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Neuer Anlauf für Hallensanierung

Gleichen setzt auf „große Lösung“ Neuer Anlauf für Hallensanierung

Mit einem geänderten Konzept für einen zweiten Anlauf hofft die Gemeinde Gleichen doch noch auf finanzielle Unterstützung für die Sanierung der Gemeinschaftshalle in Groß Lengden. Ihren ersten Förderantrag hatte das Land abgelehnt. Der neue gilt als „große Lösung“ und erfüllt damit die Vorgaben.

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Mit einem Aktionstag hatten im Januar Bürger für die Sanierung ihrer Halle demonstriert.

Quelle: CH

Groß Lengden. Die Enttäuschung ist bei den Mitgliedern des Gleichener Ratsausschusses für öffentliche Einrichtungen noch nicht verflogen. Auch viele Dorfbewohner sind erzürnt über die Absage kurz vor Weihnachte und verfolgten am Montag ihre Sitzung in der Halle, deren Fenster undicht sind, Boden etliche Löcher hat und Zugänge nicht behindertengerecht sind. Eine Sitzung mit Zündstoff, aber ohne heftige Gegenreden. Alle Fraktionen sind sich einig, dass die 40 Jahre alte Halle schnell saniert werden muss.

Sie werde von vielen Vereinen und Gruppen aus mehreren Dörfern genutzt, betonten die Politiker. Schnell waren sie sich einig, dass Gleichen mit einem geänderten Antrag versuchen soll, doch noch in die aktuelle Runde des Förderprogrammes „Kleine Städte und Gemeinden“ für 2016 zu kommen. Für diese zweite Chance muss ihr Antrag bis Ende Februar eingereicht werden. Sollte das nicht klappen, soll bis Mitte des Jahres sofort ein Antrag für 2017 nachgeschoben werden.

Das Land hatte den ersten Antrag vor allem abgelehnt, weil das Sanierungskonzept keine räumliche Trennung von Schule und allgemeiner Nutzung vorsah. Bezuschusst werden nur sogenannte freiwillige Ausgaben von Kommunen, Schulen gehören zu den Pflichtaufgaben. Die Groß Lengder Grundschule aber bildet mit der Turn- und Gemeinschaftshalle eine Einheit.

Das wollen die Gleichener jetzt mit einem neuen Konzept des Architekten Ingo Voges ändern: Abgesehen von einer Grundsanierung sollen Sanitäranlagen und ein neuer Geräteraum in einem Anbau zur Straße hin untergebracht werden. Die Halle soll zwei eigene Eingänge bekommen, die Schulmensa  aus dem Foyer in den Schultrakt verlegt werden.

Damit würden allgemeiner Bereich und Schule klar getrennt, erklärte Voges. Nach seinen Berechnungen werde die Sanierung etwa 1,05 Millionen Euro kosten. Offen ist noch ob Gleichen davon 80 oder nur gut 60 Prozent gefördert bekommt. Der höhere Zuschuss gelte für arme Gemeinden, die ein sogenannten Haushaltsicherungskonzept umsetzen müssen, erklärte die Verwaltung. Davon hat sich Gleichen nach Ansicht der Politiker mit großen Sparbemühungen frei gemacht, dafür dürfe die Gemeinde jetzt nicht auch noch bestraft werden.

Unabhängig vom Beschluss forderten Vertreter der Wählergemeinschaft und der CDU eine Plan B. Die Gemeinde müsse sich auch Gedanken darüber machen, wie sie die Halle bei einer erneuten Absage sanieren will.

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