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Pastorin hält Gottesdienst auf Platt

Inke Wegener im Interview Pastorin hält Gottesdienst auf Platt

Unter dem Motto „Plattdüütsch in de Kerken“ gibt es am Sonntag erstmals einen plattdeutschen Gottesdienst in der Kirche Bischhausen. Organisiert wird er vom Kirchenvorstand und Inke Wegener (Foto).

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Bischhausen. Die 48-Jährige ist Pastorin im Nachbarort Gelliehausen und zurzeit stellvertretend auch für Bischhausen zuständig. Die Idee für den Gottesdienst auf Platt begeistert sie.

Warum halten Sie am Sonntag einen plattdeutschen Gottesdienst?

Es ist die Sprache, die auf dem Dorf teilweise noch gesprochen und auch verstanden wird. Und es ist die ursprüngliche Sprache dieser Region, die ich gerne erhalten möchte.

Das ist dann welches Platt?

Hier spricht man das Calenberger Platt, es gibt aber örtliche eng begrenzte Unterschiede. Manche Ausdrücke werden in Bischhausen anders ausgesprochen als in Gelliehausen.

Info

Der plattdeutsche Gottesdienst beginnt am Sonntag, 28. August, um 11 Uhr in der Kirche Bischhausen.

Wird im Gottesdienst nur Platt gesprochen - und gesungen?

Es gibt in unserem evangelischen Gesangsbuch ganz wenige plattdeutsche Lieder. Ich habe darum Lieder umgeschrieben. Das ist nicht einfach, weil es sich dann oft nicht reimt. Wir werden am Sonntag aber doch nur ein Lied in Plattdeutsch singen und Teile des Gottesdienst auch in Hochdeutsch halten, damit alle Besucher sich willkommen fühlen. Zumal wir auch eine Taufe haben.

Woher kommt Ihr Interesse an Plattdeutsch?

Ich habe immer Platt gesprochen, als Kind schon. Ich bin in Gelliehausen aufgewachsen. Meine Großeltern haben immer mit mir Platt gesprochen, meine Eltern auch, und dafür bin ich ihnen sehr dankbar.

Sprechen Sie auch in anderen Alltagssituationen Platt?

Ja, wenn ich mit älteren Gemeindegliedern zusammenkomme, zum Beispiel im Seniorenkreis, bei Geburtstagsbesuchen oder beim Verabschieden an der Kirchentür. Ich glaube, dass sich gerade die Älteren dann wohler und ein Stück mehr zu Hause fühlen.

Wie kam es zu der Idee, einen plattdeutschen Gottesdienst zu halten?

Die Idee hatte der Kirchenvorsteher der Gemeinde Bischhausen, Heinrich Deppe. Er hatte gehört, dass ich Plattdeutsch spreche und dass ich bei unseren Seniorenweihnachtsfeiern plattdeutsche Geschichten erzähle.

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