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Regentonne und Gartewasser

Rohrbruch in Diemarden Regentonne und Gartewasser

Zeitweise über mehrere Stunden hinweg ist in Diemarden am Dienstag und Mittwoch kein Wasser aus dem Hahn gekommen. Grund: Gleich mehrere Rohrbrüche hatten die Wasserversorgung gekappt. Und während mit Hochdruck an den Lecks gearbeitet wurde, blieben viele Diemardener gelassen.

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Quelle: Wenzel

Diemarden. „Ein Rohrbruch ist ja nicht so wahnsinnig ungewöhnlich“, kommentierte Ortsbürgermeister Martin Worbes (Grüne) am Mittwoch. Dass es innerhalb kürzester Zeit aber gleich zu vier Lecks im Diemardener Trinkwassernetz kam, bedauert Gemeindebürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD): „Das tut uns natürlich unendlich leid“, und man sei „nicht glücklich darüber“. Es habe zwar immer mal Rohrbrüche im alten Leitungsnetz in Diemarden gegeben, eine solche Häufung sei in den letzten Jahren aber noch nicht vorgekommen, gibt Kuhlmann Aussagen langjähriger Verwaltungsmitarbeiter wieder.

Gerade weil die Rohre in Diemarden 50 Jahre oder länger in der Erde liegen, sollten sie ohnehin in diesem Jahr ausgetauscht beziehungsweise saniert werden, so Kuhlmann. Aktuell wurde am Dienstag mit Hochdruck bis in die Nacht hinein daran gearbeitet, um die Schadstellen so schnell wie möglich zu beheben und die Wasserversorgung wieder herzustellen. Bis Mittwochvormittag sah es auch so aus, als ob das gelungen ist. Doch schon mittags tat sich an anderer Stelle ein neues Loch in der Leitung auf – das vierte. Und wieder mussten die Diemardener zeitweise auf Frischwasser verzichten.

„Das ist zwar lästig“, meint der Diemardener Ortsbürgermeister, „aber am Morgen hatten wir alle wieder Wasser“, weshalb diejenigen, mit denen er gesprochen habe, die Situation genauso entspannt genommen hätten, wie er selbst. „Keine großen Einschränkungen“ habe es durch die gekappte Wasserversorgung für seinen Betrieb gegeben, berichtet Marco Füllgrabe, Inhaber des gleichnamigen Milchhofes in Diemarden. „Wir waren nur privat betroffen, denn unser Stall liegt außerhalb des Ortes. Dort haben wir einen eigenen Brunnen“, sagt der Landwirt. Sie hätten sich im Stall mit Frischwasser versorgt. Er ergänzt: „Für die Toilettenspülung haben wir uns aus der Garte Wasser geholt.“

Dass wenigstens in den drei Bädern im Haus die Klospülung betätigt werden konnte, holten die Bewohner im Haus von Ursula Büchler am Friedhofsweg Wasser aus der Regentonne. Dass aber am Dienstag über mehrere Stunden kein Tropfen Wasser aus den Leitungen im Haus kam, sei besonders für ihre Gäste ärgerlich gewesen. Büchler vermietet Zimmer an Monteure. „Die kamen abends verschwitzt von der Arbeit und konnten nicht duschen“, schildert sie. „Ich hätte gut gefunden, Informationen zu bekommen“, sagt Büchler. Immerhin habe es aber eine Notfallnummer bei der Gemeinde gegeben.

Probleme mit den alten Rohrleitungen in Diemarden kennt auch die örtliche Feuerwehr. Auch habe man schon mit Druckschwankungen zu tun gehabt, sagt Ortsbrandmeister Christoph Wenzel. Auf die Frage, ob die Feuerwehr im Falle einer nicht funktionierenden Wasserversorgung überhaupt löschen könnte, versichert Wenzel: „Das würden wir schon in den Griff bekommen.“ Zum einen stünden in Diemarden und den umliegenden Ortschaften mehrere Löschfahrzeuge mit Wassertank zur Verfügung. Zum anderen würde in einem solchen Fall „großzügig alarmiert“.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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