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Rückhaltebecken gegen zu viel Schlamm im Stausee

Wendebachstausee Rückhaltebecken gegen zu viel Schlamm im Stausee

Die Pläne für ein Becken, dass Sand und andere Sedimente vom Wendebachstausee bei Reinhausen fernhält, reifen. Während einer Verbandsversammlung haben die Vertreter Mitglieder des Zweckverbandes für das Erholungsgebiet die Finanzierung dafür ausgelotet – und einen neuen Vorstand gewählt.

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Gleichen/Friedland. Der Wendebach ist ein schneller Bach. Vor allem nach starken Gewitterregen reiße er aus seinem großen Einzugsgebiet Unmengen Sand, Schlamm und feinen Kies mit, erklärt der langjährige Geschäftsführer des Zweckverbandes, Norbert Schulz. Die Folge: Der See verschlamme zunehmend, werde immer flacher und darunter leide dann auch die Wasserqualität. Das Wasser abzulassen sei dann immer wieder sehr aufwendig und teuer.

Jetzt will der Zweckverband das Problem mit einem einfachen Verfahren lösen. Er will die Wiesen unmittelbar vor dem Einlauf tiefer legen und als Sedimentrückhaltebecken herrichten. Wenn nach Starkregen viel Wasser kommt, soll der Wendebach dorthin umgeleitet werden. „Auf großer Fläche wird der Bach langsamen, beruhigt sich und die Sedimente lagern sich ab, bevor sie in den See gelangen“, so Schulz. Von dort könnten sie regelmäßig bei Trockenheit abtransportiert werden. Bei der Finanzierung hoffe der Verband auf Zuschüsse aus verschiedenen Töpfen, ergänzte der neue Vorsitzende Marc Hillebrecht. Die Chancen dafür seien gut.

Badesteg, Rundwanderweg, Liegewiesen, Spielgeräte

Kaum jemand hat die Entwicklung des naturnahen Naherholungsgebietes seit seiner Entstehung vor etwa 44 Jahren so lange und intensiv begleitet wie Norbert Schulz. 34 Jahre lang war der frühere Leiter der Abteilungen für Wasser und Abfall beim Landkreis Göttingen ehrenamtlicher Geschäftsführer des Zweckverbandes. Er hat die Auseinandersetzungen der Gemeinden Gleichen und Friedland und des Kreises mit dem Land Niedersachsen Anfang der 1980er-Jahre, als bekannt wurde, das der Staudamm als solcher nicht sicher ist, ebenso mit gefochten wie den Kampf um den See und das Erholungsgebiet, als das Land den Damm vor wenigen Jahren abtragen und den See aufgeben wollte. Schulz hat mit dafür gesorgt, dass immer mehr Flächen um den See hinzugenommen und wasserschonend bepflanzt wurden, dass es inzwischen einen Badesteg, Rundwanderweg, Liegewiesen, Spielgeräte und eine Grillhütte gibt. Lange kämpfte an seiner Seite als Verbandsvorsitzender Klaus Peter Bruns, in den vergangenen Jahren Gleichens Bürgermeister Manfred Kuhlmann.

Kuhlmann und Schulz haben ihre Ämter jetzt abgegeben. Zum neuen Vorsitzenden wählte die Verbandsversammlung Marc Hillebrecht, Ortsbürgermeister von Reinhausen. Neuer Geschäftsführer ist Dirk Piper aus Ballenhausen, wie früher Schulz Beschäftigter des Landkreises. Vertreter für beide Posten ist Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs.

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