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Schlamm wieder in Wendebach-Stausee verteilt

Probestau für neues Wehr im Januar Schlamm wieder in Wendebach-Stausee verteilt

Zweieinhalb Monate später als geplant sind die Betonarbeiten am neuen Wendebachstaudamm fast beendet. Im Januar soll es einen Probestau geben, im Mai könnte die Badesaison beginnen. Bestätigt ist, dass ausgebaggerter Schlamm im See verteilt wurde, weil das Geld für die Abfuhr ausgegangen war.

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Ausgebaggerter Schlamm wird wieder in den Wendebachstausee zurückgebracht.

Quelle: Wenzel

Reinhausen. Spaziergänger wollten ihren Augen kaum trauen, als Mitarbeiter einer Tiefbaufirma bereits ausgebaggerte und zu mehreren Hügeln aufgehäufte Schlammmassen im trocken gelegten See wieder auseinander schoben und auf dem Seegrund verteilten. Vor allem Angler und die Mitglieder des Zweckverbandes für den Erholungsraum Wendebachstausee hatten gehofft, dass noch mehr eingespülte Sedimente aus dem immer flacher werdenden heraus geholt werden. 180000 Euro vom Land standen für die Baggerarbeiten und den Transport des Schlamms auf umliegende Felder zur Verfügung. Die waren im Sommer irgendwann verbraucht, und das schneller als erwartet, bestätigte Herma Heyken, Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Bis dahin habe die Firma etwa 11800 Kubikmeter Sedimente aus dem See entnommen und abtransportiert. Zu dem Zeitpunkt habe sie aber auch schon „eine gewisse Menge“ im Seebecken für weitere Fuhren aufgehäuft. Dafür habe das Budget nicht mehr ausgereicht. Der Schlamm sei wieder im Becken verteilt worden.

Über die Menge gibt es keine genauen Angaben. Der Geschäftsführer des Zweckverbandes, Norbert Schulz, spricht von „einigen Mieten“. „Das ist unglücklich gelaufen“, fügt er an, „aber es war keine dominante Menge“. Eigentlich sollten die parallel laufenden Arbeiten am neuen Überlaufwehr des Dammes am 1. Oktober abgeschlossen sein, um noch im regenreichen November einen Probestau einzuleiten. Unerwartet große Steine im 1972 gebauten Damm hätten den Einbau neuer Spundwände allerdings verzögert, erklärte Heyken. Zudem habe es Kapazitätsprobleme bei der Baufirma gegeben. In dieser Woche werde das Projekt jedoch abgenommen. Der Probestau solle im Januar beginnen. Hält der gekappte Damm mit neuem Überlaufwehr stand, werde weiter bis zum ursprünglichen Wasserstand eingestaut. Im Mai könne dann der Badebetrieb wieder aufgenommen werden. „Wenn der Winter nicht zu lang und frostig wird, und ausreichend Wasser kommt“, sagt Schulz.

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