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„Schneewittchen“ debütiert auf der Waldbühne

Bremke „Schneewittchen“ debütiert auf der Waldbühne

Nostalgie im Märchenwald: 558 zahlende Zuschauer sahen am Muttertag, 8. Mai, die Saisonpremiere von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ auf der Waldbühne Bremke. Das Ensemble verdiente sich für seine liebevoll inszenierte Darbietung lang anhaltenden Applaus.

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Die böse Königin (Rosanne Stiller) führt gegen Schneewittchen (Vanessa Schmidt) nichts Gutes im Schilde.

Quelle: Riese

Bremke. Die künstlerische Leitung teilen sich in dieser Spielzeit Juliana Schmidt und Christian Sander, der die auf Bremker Ortsverhältnisse zugeschnittene Bühnenumsetzung auch selbst zu Papier gebracht hatte. Unmittelbar vor Beginn der ersten Aufführung macht sich gesunde Nervosität bei den teils noch sehr jungen Darstellern breit – aber auch bei den Verantwortlichen. Projektberater Sven Schreivogel: „Bei der Generalprobe lief fast alles glatt, aber der Wind machte uns ein paar Probleme.“ Was er meint, wird den Premierenbesuchern schnell klar, denn es pfeift auch bei der ersten Vorführung vor Publikum anfangs mächtig durch die Bäume und Büsche.

Die Folge: Viele Schauspieler sind in den ersten Minuten kaum zu verstehen, denn sie nutzen keine Mikrofone, sondern nur die Kraft ihrer Stimmen. Doch glücklicherweise lässt der Wind schnell nach, und so können die Gäste der bekannten Geschichte der Brüder Grimm deutlich besser folgen. Sie erleben, wie der Jäger (Jan Strebelow) die Ausführung des unmenschlichen Auftrags, Schneewittchen (Vanessa Schmidt) zu töten, nicht übers Herz bringt. Wie die hilflose Prinzessin bei sieben – oder eigentlich acht – Zwergen unterkommt. Wie der verwunschene Spiegel (Paula Tavener) der bösen Königin (herausragend: Rosanne Stiller) immer wieder verrät, dass Schneewittchen doch noch am Leben ist – diverser Mordversuche der kaltblütigen Herrscherin zum Trotz. Wie die Tochter scheinbar wirklich an einem vergifteten Apfel stirbt, letztlich aber doch mit dem Prinzen (Eike Hoff) Hochzeit feiert, sich mit ihrer Stiefschwester (Jasmin Grube) versöhnt und vom Hofnarren (Dustin Bode) beschenken lässt. Und auch, wie König Herbert (Florian Hallaschka) ein fulminantes Machtwort spricht und die eigene Gattin überzeugend dem Kerker zuführt.

Die traditionelle Interaktion mit dem Publikum weiß dabei ebenso zu gefallen wie die vielen kleinen Details der Inszenierung. Wer sich selbst von den schauspielerischen Leistungen und dem „Gesamtkunstwerk“ überzeugen möchte, hat dazu im Laufe des Jahres noch bei wechselnden Besetzungen insgesamt 15 Gelegenheiten – die nächste am Pfingstsonntag, 15. Mai um 15 Uhr.

3500 Euro für den Fortbestand

Der Lions Club „Göttinger 7“ spendet erneut einen vierstelligen Betrag für die Waldbühne Bremke.

Der Lions Club „Göttinger 7“ spendet erneut einen vierstelligen Betrag für die Waldbühne Bremke.

Quelle: Riese

Unmittelbar vor der Premiere von „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ auf der Waldbühne Bremke haben Mitglieder des Lions Clubs „Göttinger 7“ einen Scheck in Höhe von 3500 Euro an das Ensemble, die Verantwortlichen und Vereinsvorstand Horst Fädrich übergeben. Mit dem Geld, das beim jährlichen Rinderwurstessen („Herrenabend“) des Serviceclubs gesammelt wurde, sollen der Fortbestand der Bühne gewährleistet und notwendige Sanierungen finanziert werden. Die Lions-Mitglieder Anja und Ralf Klöppner, Benjamin Krieft und Christiane Wiese überzeugten sich bei einem kleinen Rundgang selbst von den aktuellen Baufortschritten rund um die Waldbühne. Der Club hatte in diesem Jahr bereits zum dritten Mal in Folge die Einnahmen des Herrenabends der Waldbühne Bremke gewidmet. mr

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