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Unterschriften und Brief für Mädchen-Projekt

Bisher 360 Bürger stützen für Protestaktion Unterschriften und Brief für Mädchen-Projekt

Die Solidarität mit den Mädchen in einer psychagogischen Betreuungsgruppe in Reinhausen wächst: Ortsrat und Kirchenvorstand appellieren an zuständige Behörden, eine Lösung zu finden, und Nachbarn sammeln Unterschriften. Ein Gericht hatte das Wohnprojekt kürzlich für unzulässig erklärt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Reinhausen. „Dass es eine Rechtsprechung gibt, die dem Ziel der Integration anscheinend direkt entgegensteht, ist außerordentlich bedauerlich“, protestiert die Pastorin Christiane Scheller in einem Brief im Namen der Vorstandes der Christophorus Gemeinde Reinhausen. „Ich finde es schrecklich, dass die Mädchen durch dieses Urteil ihr Zuhause verlieren“, erklärt Nicole Gulau als Initiatorin einer Protestaktion. Mehr als 360 Unterschriften hat sie inzwischen mit ihren Mitstreitern gesammelt. Die Unterzeichner setzen sich „für den Verbleib der Mädchengruppe“ ein und wollen „ein Zeichen der Solidarität setzen“.

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hatte vor zwei Wochen erklärt, dass eine Wohngruppe des Psychagogischen Kinderheims Rittmarshausen für traumatisierte Mädchen in eine Reinhäuser Wohngebiet nach Bauunterhaltungsrecht unzulässig ist. Auslöser des Rechtsstreits war die vorherige Klage eines Nachbarn. In dem Einfamilienhaus nebenan wohnen seit vier Jahren bis zu sieben Mädchen im Alter von sechs bis 13 Jahren. „Wir haben sehr positive Erfahrungen mit den Kindern gemacht“, sagte Gulau, „sie stören keinesfalls, sondern bereichern unsere Nachbarschaft“. Die Mädchen seien in der Nachbarschaft, im Ort und in der Kirchengemeinde integriert und willkommen, betonte in ihrem Brief auch Pastorin Scheller.us

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