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15 Prozent der Kaufkraft fließen ab

Einzelhandelsgutachten für Hann. Münden 15 Prozent der Kaufkraft fließen ab

Die Ausstrahlung der Stadt Hann. Münden als Einkaufsstandort ist gering. Die Kunden kaufen zunehmend in Kassel, Göttingen oder dem Internet ein. Bereits heute fließen 15 Prozent der Kaufkraft ab. Dies sind erste Ergebnisse des neuen Einzelhandelsgutachten.

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Die Ausstrahlung der Stadt Hann. Münden als Einkaufsstandort ist gering.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hann. Münden. „Über durchschnittlich 35.600 Quadratmeter Verkaufsfläche verfügen Städte von der Größe Hann. Mündens“, berichtete Halina Gebert vom Hamburger Büro Lademann & Partner im Stadtentwicklungsausschuss. Tatsächlich verfüge die Dreiflüssestadt aber nur über 33.000 Quadratmeter. Weitere Gründe für die geringe Attraktivität des Einkaufsstandorts seien in den Arbeitskreisen zur Sprache gekommen, die bei der Erstellung des Gutachtens mitwirkten.

Demnach, so Gebert, fehlten in der Altstadt Frequenzbringer. In einigen Bereichen, etwa bei der Elektronik, sei Hann. Münden unterversorgt. Erschreckt zeigte sich die Marktforscherin über die überdurchschnittlich vielen Leerstände. Ein Teil dieser Flächen sei aufgrund zu geringer Größe auch nicht mehr zu vermarkten. Kunden klagten zudem über unterschiedliche Öffnungszeiten. Vereinzelt gebe es Kritik an der Beratung der Einzelhändler.

Die Hamburgerin sprach von einer resignativen, depressiven Stimmung in der Stadt. „Die Probleme sind seit Jahren bekannt, aber es tut sich nichts“, das höre sie oft, sagte Gebert. Einige sagten ihr: „Nehmen Sie doch das Gutachten vom letzten Mal.“ Die Akteure beklagten den schlechten Informationsfluss in der Stadt.

Gebert erinnerte aber auch an die Stärken Hann. Mündens. Die attraktive Fachwerkinnenstadt ermögliche gemütliches Bummeln. Die Gastronomie sei vielfältig, der Wochenmarkt ein wichtiger Pluspunkt. Auch das gute Parkplatzangebot finde Anklang.

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