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Erste-Hilfe und Selbstbehauptung

Aktionstag der ASJ Hann. Münden Erste-Hilfe und Selbstbehauptung

Zu einem Aktionstag unter dem Motto „Starke Kids“ sind am Sonntag  Kinder aus Hann. Münden und Göttingen zur Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) gekommen. In einem zweiteiligen Workshop lernten die jungen Teilnehmer, wie man Verbände anlegt, den Notruf absetzt und die Stabile Seitenlage richtig ausführt.

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Quelle: sw

Neben den lebensrettenden Sofortmaßnahmen erlernten die Kinder zwischen acht und 12 Jahren unter fachkundiger Anleitung auch, wie man Atmung und Puls kontrolliert, wenn ein Mensch einen Unfall hatte. Gegenseitig legten sie sich Kopf- und Handverbände an und simulierten Telefonate mit dem Rettungsdienst. 

Für den siebenjährigen Phil war das alles ganz neu. „Ich bin zum ersten Mal hier und ich wusste vorher noch gar nichts“, erzählt der Zweitklässler. Jetzt sei er in einem Notfall bestens gerüstet, denn „die stabile Seitenlage kann ich schon richtig gut.“ Auch wenn er eigentlich Polizist werden wolle, möchte er das Gelernte weiter zu Hause üben. Claire (8) aus Hann. Münden findet es nach eigenen Angaben „richtig gut, Menschen zu helfen.“ Alle Übungen des Erste-Hilfe-Kurs seien „toll und spannend“ gewesen.

Während der Pausen ließen die Kinder bei einem Weitflugwettbewerb Luftballons steigen und machten sich ein Bild vom Inneren eines Rettungswagens. Außerdem gab es Kuchen und frisches Obst, um gestärkt in den zweiten Teil des Aktionstages zu gehen. Dabei wurde den jungen Besuchern im Rahmen des Präventionsprojektes „wachSam“, Maßnahmen zum Eigenschutz und zur Selbstsicherheit an die Hand gegeben.

„Die Kinder lernen bei diesem Projekt, dass es wichtig ist, auf ihr Bauchgefühl zu hören und auch „Nein“ sagen zu dürfen“, erklärt Silvia Pethran, Koordinatorin des Hann. Mündener ASJ. „Sie sollen erfahren, dass sie sich einer Person anvertrauen müssen, wenn sie Hilfe brauchen oder an ihre persönlichen Grenzen kommen.“

Zufrieden zeigte sich Rebecca Rippe, Gruppenleiterin der Minis beim ASJ über die Begeisterung der teilnehmenden Kinder: „Alle sind ganz bei der Sache und wollen am liebsten gar keine Pause machen.“ Neben der Wissensvermittlung habe das Sommerferienprojekt „aber auch noch einen anderen Hintergrund“, erläutert die  Jugendleiterin Susanne Hoege: „Wir wollen Kinder für den ASB begeistern.“ 

Wie auch viele andere Vereine habe die Arbeiter-Samariter-Jugend Nachwuchssorgen. „Die Kinder spielen lieber allein zuhause oder vertreiben sich ihre Zeit an Handys und Computer. Zu wenige wollen Verantwortung übernehmen“, so Hoege. Dabei biete die ASJ Hann. Münden viele spannende Ausbildungsinhalte und Zukunftsperspektiven. Dabei stünde aber für die Jüngsten vor allem „der Spaß und die Gemeinschaft“ im Mittelpunkt der Aktivitäten. sw

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