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Alte Bramwald-Eiche erzielt Höchstpreis

Wertholz-Versteigerung der Niedersächsischen Landesforsten Alte Bramwald-Eiche erzielt Höchstpreis

Eine gut 200 Jahre alte Eiche aus der Revierförsterei Ellershausen hat bei der ersten Wertholz-Versteigerung der Niedersächsischen Landesforsten 2016 den höchsten Preis bei den angebotenen Eichen, erzielt. Bei der Submission wurden 2900 Kubikmeter Stammholz angeboten.

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Forstreferendarin Diana Jacobi vor dem hölzernen Schatz aus dem Bramwald: Der Eichenstamm aus dem Niedersächsischen Forstamt Münden erzielte einen Spitzenpreis bei der jüngsten Holzversteigerung.

Quelle: Rudolph / Landesforsten

Hann. Münden/Suterode. Bei der Buntlaub- und Eichenwertholzsubmission wurden laut Mitteilung des Forstamtes Münden rund 2900 Kubikmeter Stammholz angeboten. 39 Firmen aus Deutschland, Polen und Dänemark hatten Interesse an den wertvollsten Bäumen aus den Wäldern Südniedersachsens. Der Gesamtumsatz betrug laut Mitteilung 1 165 751 Euro, was einem durchschnittlichen Erlös von 396 Euro je Kubikmeter Holz entspricht. Den höchsten Preis erzielte ein Ahornstamm aus dem Forstamt Seesen mit 2800 Euro pro Kubikmeter.
Der zum Höchstgebot von 3731 Euro verkaufte Eichenstamm aus der Revierförsterei Ellershausen zählte zu den besonders gefragten Stämmen auf dem zentralen Wertholzlagerplatz bei Suterode im Landkreis Northeim. Der Stamm hat ein Volumen von 2,54 Kubikmetern und zeichnete sich den Angaben von Betriebsdezernentin Sabine Steinhoff zufolge durch „den gleichmäßigen Jahrringaufbau des Holzes und seinen dunklen Farbton“ aus. „Solche Eichen sind zurzeit sehr gefragt, da noch immer dunkle Holzarten den Markt bestimmen“, so Steinhoff bei der Versteigerung am Donnerstag.
Die stattliche alte Eiche wuchs zusammen mit anderen Eichen unter den Fittichen von Förster Uwe Beyer im Wald bei Ellershausen. Nun sei der richtige Erntezeitpunkt erreicht gewesen. „Wenn wir zu lange warten, können Pilze, Stürme oder komplexe Erkrankungen unsere ehrwürdigen Damen bedrohen. Dann ist die Arbeit von sieben Förstergenerationen zunichte“, begründete Beyer seine Entscheidung, den Baum im Herbst zu Fällen und sie zum Versteigerungsplatz in Suterode zu bringen.
“Wir ernten das, was unsere Vorfahren angepflanzt haben und forsten wieder vermehrt Eichenwälder im Bramwald auf“, sagte Steinhoff. Der Boden und das Klima seien gut für diese Baumart geeignet. Gute forstliche Pflege und genetisch wertvolles Ausgangsmaterial könnten solche Ausnahmequalitäten hervorbringen.
Die nächste Wertholzsubmission der Niedersächsischen Landesforsten ist am Mittwoch, 10. Februar, geplant. Dann werden auf den Lagerplätzen Himmelsleiter bei Hann. Münden und Oerrel in der Heide 2142 Kubikmeter Douglasien, Lärchen, Kiefern, Fichten und Stroben angeboten.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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