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Ausschuss berät über Windräder

Hann. Münden / Kassel Ausschuss berät über Windräder

Um den Bau von mehr als 200 Meter hohen Windanlagen auf dem Gahrenberg zwischen Hann. Münden und Reinhardshagen geht es am Freitag, 3. Juni, im Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung Nordhessen. In Hann. Münden formieren sich unterdessen die Gegner.

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Windräder im Reinhardswald über Hann. Münden (Montage)

Quelle: r/Archiv

Hann. Münden/Kassel. Der Ausschuss, so Michael Conrad vom Regierungspräsidium Kassel, werde sich mit den zahlreichen Einwendungen, die es zur zweiten Offenlegung des Teilregionalplans Energie Nordhessen gebe, befassen. Der Plan, den die Regionalversammlung bis zum Herbst beschließen wolle, benenne Vorrangflächen für Windräder. Auf diesen Flächen könnten sich Investoren bereits Anlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigen lassen. 29 Verfahren mit 73 Windrädern liefen derzeit in Nordhessen, davon sieben mit 30 Windrädern im Kreis Kassel. So sei es nicht überraschend, dass auch Hessen-Forst nicht auf den Teilregionalplan warte, sondern für das - im Zuge des laufenden Verfahrens auf 551 Hektar verkleinerte - Vorranggebiet Gahrenberg Investoren suche.

Zur Zahl der Windräder, die Stadt Hann. Münden rechnet mit 30 bis 50 Stück, will Conrad keine Aussage machen. Das hänge von zu vielen Faktoren ab, die während des Genehmigungsverfahrens zu berücksichtigen seien. Beachtet würden auch die Rotmilane im Reinhardswald, versichert André Schulenberg von Hessen-Forst. „An die 30 Mitglieder unseres Vereins erfassen seit 2013 die Horste und Flugbewegungen der geschützten Vogelart“, berichtet Gabriele Niehaus-Uebel, die Vorsitzende der Bürgerinitiative Oberweser-Bramwald. Sie hofft, dass die Daten den Bau von Windrädern erschweren.

Hann. Mündens Stadtplaner Siegfried Pflum will im Genehmigungsverfahren den Start- und Landeverkehr des Flughafens Kassel-Calden zur Sprache bringen. Die hohen Windräder beeinträchtigten die Flugsicherheit. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen könnten Windräder zudem zu einem 20-prozentigen Rückgang bei den Touristenzahlen führen. mic

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Das will sich Hann. Münden nicht bieten lassen. Gegen den erklärten Willen des Rates der Stadt hat der Landesbetrieb Hessen-Forst den Windpark Gahrenberg mit einer noch offenen Anzahl von Anlagen ausgeschrieben. Das 551 Hektar große Areal erstreckt sich von Hann. Münden bis Reinhardshagen.

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