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Ehefrau zweimal vergewaltigt

Landgericht Göttingen verurteilt 34-Jährigen Ehefrau zweimal vergewaltigt

Das Landgericht Göttingen hat am Freitag einen 34-jährigen Mann aus Hann. Münden wegen Vergewaltigung in zwei Fällen und vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Der Mann ist bereits einschlägig vorbestraft.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Hann Münden. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte im Mai 2015 seine von ihm getrennt lebende Ehefrau in seiner Wohnung in Hann. Münden gewürgt, geschlagen und zweimal vergewaltigt hat. Mit seinem Urteil entsprach das Gericht dem Antrag der Verteidigung. Die Staatsanwaltschaft hatte auf eine deutlich höhere Haftstrafe von sechs Jahren plädiert.

Der 34-Jährige, der schon einmal wegen einer versuchten schweren Vergewaltigung verurteilt wurde, hatte die Tat im Wesentlichen eingeräumt. Das Gericht wertete dieses Geständnis als deutlich strafmildernd. Auf der anderen Seite gebe es allerdings auch eine Reihe von Gesichtspunkten, die sich strafverschärfend auswirkten, sagte der Vorsitzende Richter Ralf Günther. Hierzu gehöre vor allem das „Ausmaß der Demütigungen und der Brutalität“. Der Angeklagte habe massive Gewalt gegen seine Ehefrau ausgeübt. Unter anderem habe er ihr mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Auch die psychischen Folgen der Tat seien gravierend. Für die Ehefrau sei es ein traumatisches Erlebnis gewesen, sie habe Todesangst ausgestanden.

Nach Angaben ihrer behandelnden Ärztin ist die Ehefrau psychisch so stark beeinträchtigt, dass sie sich einer stationären Behandlung unterziehen musste und noch jahrelanger ambulanter Betreuung bedarf. Die Ehefrau trat in dem Verfahren als Nebenklägerin auf. Es sei unverzeihlich, dass der Angeklagte die sexuellen Gewalttaten in Anwesenheit der Kinder begangen habe, erklärte ihre Anwältin. Ihre Mandantin habe die Vergewaltigungen als totale Erniedrigung empfunden. Der Staatsanwalt wies darauf hin, dass der Angeklagte bereits wegen eines erheblichen Sexualdelikts vorbestraft sei. Sollte er erneut eine einschlägige Straftat begehen, drohe ihm die Sicherungsverwahrung.

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