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Ehemaliges Vereinskrankenhaus in Hann. Münden

Wohnungen für Flüchtlinge Ehemaliges Vereinskrankenhaus in Hann. Münden

Die Gynäkologie und der Trakt mit den Operationssälen werden bereits abgerissen. Im Kopfbau und im Gartenhaus entstehen die ersten Wohnungen für Flüchtlinge. Von September an will der Landkreis Göttingen bis zu 150 Asylsuchende in Hann. Mündens ehemaligem Vereinskrankenhaus unterbringen.

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Abrissarbeiten am ehemaligen Vereinskrankenhaus.

Quelle: Caspar

Hann. Münden. Derzeit plant das Göttinger Architektenbüro Brune & Brune für den Landkreis, der seit Juni Eigentümer des Gebäudes ist, den Umbau. Ein Konzept für die Beheizung, die Wasserver- und -entsorgung sowie die Elektrotechnik erarbeitet das Mündener Ingenieurbüro Itega. Bis Ende Juli haben die Planer Zeit. Dann entscheidet der Landkreis, was umgesetzt wird. „Es wird teurer, als anfangs gedacht“, kündigt Itega-Geschäftsführer Bernd Lehners an.

Ohne PLan auf Leitungssuche

Durch die Gebäude, die abgerissen werden sollen, führen nämlich Ver- und Entsorgungsleitungen der Nachbargebäude. Sie können nicht einfach gekappt werden, weil noch bis Ende des Jahres eine Arztpraxis, die Krankenhausverwaltung und Eddys Kombüse Gebäudeteile nutzen. „Das Krankenhaus hat uns keine Pläne über den Verlauf der Leitungen hinterlassen“, wundert sich Lehners. Seine Mitarbeiter müssten nun Decken und Fußböden öffnen. „Jugend forscht“, kommentiert das der Geschäftsführer. Und sagt: „Wir stellten Strom und Wasser ab und warten, ob sich irgendwo Protest erhebt.“

Die Unsicherheit über den Leitungsverlauf macht den Abriss gefährlich. „Es gibt einen zweiten Stromkreislauf“, erklärt Elektrotechnikmeister Helmut Leuchtenberger von Itega. Fließe kein Strom mehr im Netz, springe ein Notstromaggregat an. „Wir können deshalb nicht sicher sein, ob nicht auch nach dem Kappen von Leitungen noch von irgendwo her Strom fließt“, sagt er. Ein Elektriker müsse beim Abriss jedes Kabel kontrollieren.

Untragbare Zustände

„Unsere Bestandsaufnahme zeigt, dass das Versorgungsnetz aufgrund eines jahrelangen Sanierungsstaus völlig marode ist“, berichtet Itega-Projektleiter Thomas Dülfer. Es müsse in den drei Gebäudeteilen, die erhalten bleiben, komplett erneuert werden: neben Gartenhaus und Kopfbau noch der sogenannte Winkelbau. Die Heizungsrohre seien zum Beispiel nicht isoliert oder die Isolierung sei kaputt. In schlimmem Zustand befinden sich die Lüftungskanäle. In denen im OP-Trakt steht das Wasser. „Das ist aus Hygienegründen untragbar“, so Lehners.

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