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Fährenpfortenturm bleibt ohne Fahne

Stadt Münden hat kein Geld Fährenpfortenturm bleibt ohne Fahne

Jahrelang flatterte eine Firmenfahne von Haendler & Natermann auf dem Fährenpfortenturm an der Fuldabrücke in Hann. Münden. Damit hat es ein Ende, seit die Schweißnähte eines neu errichteten Masts im Sturm brachen. Ersatz wird es vorerst nicht geben, teilt die Stadt auf Anfrage mit.

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Weiter ohne Fahne: Fährenpfortenturm.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. „Der Mast würde einen Betrag im höheren fünfstelligen Bereich kosten“, sagt Reiner Cohrs vom Fachdienst Liegenschaften und Sanierung. Dafür habe die verschuldete Stadt derzeit kein Geld. Die Verwaltung sei im vergangenen Jahr an Haendler & Natermann herangetreten, die den Turm einst zur Schrotkugelproduktion genutzt hätten.

Auf eigene Kosten, habe die dortige Werkstattleitung der Stadt mitgeteilt, werde man aber keine Ersatz-Fahnenstange errichten, so Cohrs.
„Wir zahlen bereits für Gas, Wasser und Strom“, erklärt Günter Lohmann, Personalchef bei Haendler & Natermann. In strengen Wintern seien das bis zu 10 000 Euro im Jahr. Den Turm selbst habe die Firma an die Stadt zurückgegeben. Das Beflaggungsrecht habe sich jedoch das Unternehmen vorbehalten.

Die Stadt hat oben auf dem Turm eine Glaskuppel errichtet. Der alte Fahnenmast wurde durch einen neuen, kleineren ersetzt. Er ist nun aufgrund starken Winds kaputt gegangen. Der Wind hat vor kurzem auch noch den Docht der Weihnachtskerze umgepustet. Als Kerze wird der Turm jedes Jahr in der Adventszeit geschmückt. „Der Docht hat einen Klappmechanismus, damit ihn keine Böe zerbricht“, erläutert Jutta Hodan, die Leiterin der zuständigen Kommunalen Dienste Hann. Münden.

Personalchef Lohmann hofft, dass eines Tages auf dem Turm wieder die Firmenfahne flattert. „Von der Tillyschanze aus gesehen fällt die Fahne nicht weiter auf“, sagt Marlies Scheffler, die Betreiberin der benachbarten Waldgaststätte. Welfenschloss und Stadtkirche sprängen mehr ins Auge.

Und Joachim Spiegler, der Vorsitzende des Mündener Kanu-Clubs, erklärt: „Kanu-Wanderer sehen den Turm von der Fulda aus schlecht.“ Erst versperre der Haendler & Natermann-Komplex, dann das hohe Ufer die Sicht. Wichtiger sei den Kanuten, dass an der Böschung kein Müll liege und es Anlegestellen gebe.

mic

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