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Fahrradtraining für Flüchtlinge in Münden

Verkehrsregeln und praktische Übungen Fahrradtraining für Flüchtlinge in Münden

Eine Gruppe 16- bis 17-jähriger Flüchtlinge aus Eritrea hat an einem Fahrradtraining in der Mündener Fahrschule Bernd Budnik teilgenommen. In der ersten Theorieeinheit lernten sie Verkehrsschilder und Vorfahrtsregeln kennen. Die Bürgerinitiative Ein.Münden hat das Projekt in die Wege geleitet.

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Klaus Ulbrich (rechts) vom ADAC in Münden zeigt und erklärt wie es geht.

Quelle: Theodoro da Silva

Hann. Münden. „In Eritrea ist der Fahrradsport ein richtiger Nationalsport, vor Laufen oder Fußball“, sagt Andreas Wollenberg von der Jugendhilfe Südniedersachsen und Betreuer der jungen Flüchtlinge. Einer der Teilnehmer sei bei einem Radrennen in Eritrea sogar mal auf dem dritten Platz gelandet. „Sie können theoretisch alle Fahrrad fahren, aber sie kennen sich im deutschen Verkehr und mit den Regeln nicht aus“, ergänzt Christiane Meyer, Koordinatorin der Jugendhilfe Südniedersachsen. Das Fahrtraining sei deshalb für ihre Sicherheit und die der anderen wichtig. Das Angebot zum Fahrtraining hat sich die Bürgerinitiative Ein.Münden um Detlef Seeland ausgedacht. „Das ist nur eines von
vielen Angeboten, was sie für unsere Jungs bieten“, sagt Meyer.

Die Initiative habe sich viele Partner gesucht, so unter anderem auch den ADAC für sein Fahrtraining. „Wir haben uns gerne diesem Projekt angeschlossen, dass ist eine schöne runde Sache und ja auch unsere Aufgabe für Verkehrssicherheit zu sorgen“, sagt die Leiterin Verkehr, Birgit Blaich-Niehaus. Da der Kurs aus Praxis und Theorie besteht, könne direkt getestet werden, ob sie sich entsprechend der Verkehrsregeln verhalten. Die Theorie übernahm der Fahrlehrer Manfred Kölsch, während der ehemalige Polizeibeamte Klaus Ulbricht den Praxisteil übernimmt. Er ist Moderator bei ADAC für Verkehrssicherheit und organisiert Programme für Kinder. „Das hat mir damals schon Spaß gemacht, und es war eine tolle Zeit. Warum soll ich da meine Kontakte nicht weiter nutzen und nebenbei ein bisschen weiterarbeiten“, sagt Ulbricht. Als der Unterricht beginnt, sitzen die zehn Jugendlichen aus Eritrea mit Stift und Zettel gewappnet an den Tischen und hören gespannt den Erklärungen Kölsches zu, die durch einen Dolmetscher übersetzt werden. Geplant sind weitere Fahrtrainingkurse für junge Flüchtlinge aus anderen Nationen.

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