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Flüchtlinge ziehen in ehemaliges Krankenhaus

Hann. Münden Flüchtlinge ziehen in ehemaliges Krankenhaus

Noch in diesem Jahr ziehen die ersten Flüchtlinge in Hann. Mündens ehemaligem Vereinskrankenhaus ein. Am Donnerstag unterzeichnete der Landkreis Göttingen den Kaufvertrag für das Gebäude.

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Das ehemalige Vereinskrankenhaus Hann. Münden.

Quelle: Archiv

Hann. Münden. In der Burckhardtstraße 60 entstehen nun Angebote für die Betreuung und Qualifizierung von bis zu 250 Flüchtlingen. Zeitgleich erfolgt der Abriss von OP, Notaufnahme und Gynäkologie. Mittelfristig soll das Quartier eine Wohnanlage werden.

Zum Jahresende hat das Krankenhaus seinen Betrieb aufgegeben. „Der Stadt ist an einer raschen Nachnutzung gelegen“, erklärte Stadtplaner Siegfried Pflum im Stadtentwicklungsausschuss. Mit dem Landkreis Göttingen ist ein Investor gefunden worden. Er will noch in diesem Jahr auf dem Klinikgelände bis zu 250 Flüchtlinge unterbringen. Es wird neben dem Schloss Wollershausen im Eichsfeld die zweite Sammelunterkunft im Landkreis werden.

Eine Überprüfung der Bausubstanz ergab, dass sich eine Sanierung der in den vergangenen 50 Jahren entstandenen Gebäudeteile nicht mehr lohnen würde. Nach zwei Workshops und einer Bürgerveranstaltung steht fest, dass sie verschwinden werden. Auf den so geschaffenen Freiflächen lässt der Landkreis einen Abenteuerspielplatz und eine Freiluftwerkstatt errichten.

Eine Arzpraxis, die noch im Hauptgebäude untergebracht ist, zieht zum Jahresende aus. Der Landkreis will in den Gebäuden neben der Sammelunterkunft Angebote für die Betreuung, Beschäftigung und Qualifizierung der Flüchtlinge schaffen. Auch ein Kindergarten ist geplant. Diese Einrichtungen stehen der Allgemeinheit offen.

Ob Alleinreisende oder Familien im Krankenhaus unterkommen, steht ebensowenig fest wie die Nationalität der Neubürger, berichtete Friedrich Bauer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Arbeits- und Beschäftigungsförderung Südniedersachsen (GAB), im Ausschuss. Die GAB wird die Einrichtung betreiben.

Wenn die Flüchtlinge später ausziehen, will der Landkreis das Quartier zu einer Wohnanlage weiterentwickeln. Der Gebäudeteil mit den Sozialangeboten ließe sich dann als Stadtteilteilzentum nutzen. Der Stadtentwicklungsaussschuss hat die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans empfohlen.

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