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Gegner der Tourismusabgabe gründen Verein

Hann. Münden Gegner der Tourismusabgabe gründen Verein

In welche Richtung soll sich der Tourismus in Hann. Münden entwickeln? Welche Projekte sind dabei zielführend? Wie lassen sie sich finanzieren? Mit diesen Fragen will der sich Verein "Pro Tourist" befassen, der am Dienstag, 31. Mai, um 18.15 Uhr im Café Aegidius in Hann. Münden gegründet wird.

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Jörg Treichel betreibt das Flux-Biohotel in Hann. Münden. Zusammen mit 14 weiteren Unternehmen will er sich im Verein "Pro Tourist" unter anderm mit der Tourismusabgabe für Hann. Münden befassen.

Quelle: Archiv

Hann. Münden. Sie sind gegen die geplante Tourismusabgabe, wollen aber nicht als bloße Neinsager dastehen. Das betont der Laubacher Hotelier Jörg Treichel (Flux-Biohotel) im Namen von 15 Unternehmern, die den Verein gründen wollen. Treichel gehört zu den fünf Bürgern, die für den Vorstand kandidieren. Mit dabei sind zudem Kerstin Beuermann (Autohaus), Campingplatzbetreiberin Anne Freimuth, Einzelhändlerin Ute Hettler (Visavis) und Gastronomin Christiane Langlotz (Café Aegidius).

 

Die Vereinsidee: Erst soll ein Konzept für die Tourismusförderung vorliegen, dann über dessen Finanzierung gesprochen werden. Die Tourismusabgabe, für deren Einführung die SPD-Mehrheit im Rat der Stadt mit der oppositionellen CDU stimmte, dient dagegen zur Finanzierung von Ausgaben, die die Stadt bereits heute als sogenannte freiwillige Leistungen erbringt. Das lehnt der neue Verein ab. Betroffene Unternehmer legten die Mehrkosten um, erklären sie. Touristen zahlten dann für die gleiche Leistung mehr und blieben weg.

 

Auch die von der SPD-Basis beschlossene Suche nach alternativen Finanzierungsmodellen überzeugt die Vereinsgründer nicht. Rolf Bilstein hatte unter anderem den Verkauf einer Bonuskarte an Touristen vorgeschlagen. Der Verein sieht sich in seiner Skepsis durch eine Klarstellung der SPD bestätigt. Danach erfolgt die Suche parallel zur Einführung der Tourismusabgabe. Eine Entscheidung falle erst, wenn ein neues tragfähiges Konzept vorliege, teilten Gudrun Surup vom Ortsverband und Dirk Wedekind von der Ratsfraktion in einer gemeinsamen Erklärung mit. Ratsfrau Kirsten Klein (Linke) hat unterdessen beantragt, dass der Rat der Stadt angesichts der Vereinsgründung seinen Beschluss zurücknehmen möge.

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