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Größtes Mazda-Treffen im Weserpark bei Münden

Zweisitzer-Paradies an der Weser Größtes Mazda-Treffen im Weserpark bei Münden

Zentrum der zumindest europäischen Roadster-Welt ist am Wochenende, 16./17. Juli, der zusammenfluss von Werra und Fulda. Nur einige 100 Meter flussabwärts, auf dem Gelände Weserpark gegenüber der Polizeiakademie, trafen sich die Besitzer von 420 Mazda MX-5 Roadstern samt Freunden, Bekannten und Fans.

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Hunderte Fans des Mazda MX-5 hatten sich in Hann. Münden versammelt.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Auffällig: Der kleine Zweisitzer scheint ziemlich langlebig zu sein. Fast am häufigsten zu sehen war am Sonnabend die erste Modellreihe des MX-5 mit den unverwechselbaren Klappscheinwerfern. Und nicht wenige davon demonstrierten mit mehr als 200 000 Kilometern auf der Uhr ihre Robustheit.

Leicht bis mittelschwer modifiziert

Viele MX-5 kamen unverbastelt und unverspoilert daher, manche praktisch im Originalzustand, andere mit leichten Gebrauchsspuren, andere wiederum tiefergelegt und leicht bis mittelschwer modifiziert. Zu den letzteren gehörte das tiefschwarze Exemplar von Frank Blatt, der extra zum Mazda-Treffen vom Saarland angereist war. Im Nachbarort von Neukirchen, erzählt Blatt, „gab es einen Mazda-Händler. Und den MX-5 fand ich schon immer toll.“

Das habe Folgen gehabt, sagt Blatt. Als vor 13 Jahren ein schicker MX-5 der ersten Generation angeboten wurde, habe er nicht widerstehen können. Danach auch nicht: Mit viel Arbeit entfernte sich sein Traumwagen Schritt für Schritt vom Originalzustand.

Jetzt glänzt der Wagen mit einem optisch fein aufgearbeitetem Motor mit freigelegtem Nockenwellenantrieb, handgefertigten Chrom-Applikationen und rot unterlegten Armaturenskalen im innenraum und goldchromfarbenen Spezialfelgen, die allerdings die Grenze des guten Geschmacks nicht überschreiten – im Gegensatz zu einigen anderen Exemplaren mit Auspuffendrohren Marke Ofenrohr.

Auch der Hersteller selbst hatte einige Attraktionen aufgefahren. Interessierte Gäste konnten mit einem Rennsimulator von Mazda in einem virtuellen MX-5 Global Cup Race Car Runden auf dem ebenso virtuellen Mazda Raceway Laguna Seca in Kalifornien/USA drehen.

Premiere in Hann. Münden

Auf großes Interesse stieß der einmillionste MX-5, der am 22. April in Japan vom Band lief und auf dem sich die Besucher mit ihrer Unterschrift verewigen konnten. Auf den Wagen, der schon einige ähnliche Auftritte hinter sich hat, passen gut 13 000 Unterschriften. Und eine Premiere gab es auch: den neuen MX-5 RF („Retractable Fastback“) mit elektrisch betätigtem Metall-Mitteldach. Der Wagen kommt in Deutschland allerdings erst Anfang kommenden Jahres auf den Markt.

Für kleinere aktuelle Probleme hatten dir Organisatoren des Mazda-“Treffens in der Mitte“ eine mobile Werkstatt eingerichtet. Am Sonntag geht das Treffen weiter – wie immer mit einer großen Runde aller Fahrzeuge durch den Landkreis.

Robust und langlebig in die Marktlücke

Der Mazda MX-5, in den USA „Miata“ genannt, war der Überraschungshit des Autojahres 1989. Damals waren die besonders in den 1950er und 1960er Jahren beliebten, leichten und agilen kleinen Roadster wegen ständig verschärfter Sicherheitsvorschriften praktisch ausgestorben. Außerdem hatten die britischen und italienischen Zweisitzer von Triumph, MG, Lotus, Fiat oder Alfa Romeo nicht gerade den allerbesten Ruf: Rost und mangelnde Zuverlässigkeit bereiteten auch enthusiastischen Besitzern viel Verdruss.

Nun aber der MX-5: Leicht, stabil, robust, basierend auf Großserientechneik. Und wie seine europäischen Vorgänger mit Hinterradantrieb, was für viel Fahrspaß sorgte. Mittlerweile wird der nicht mehr ganz so kleine Roadster in der vierten Generation hergestellt. Von diesem Wagen gibt es mittlerweile einen europäischen Ableger: Der neue Fiat 124 Spider basiert auf der MX-5-Plattform. hein

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Von Redakteur Matthias Heinzel

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