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Günstiger Zeitpunkt Renaturierung

Ilksbach-Mündung Günstiger Zeitpunkt Renaturierung

„Jetzt ist die Zeit günstig, den Mündungsbereich des Ilksbaches zu renaturieren“, sagt der Hann. Mündener Ratsherr Karl Heinz Held (SPD). Der Besitzer der angrenzenden, 1700 Quadratmeter großen Parzelle, Landwirt Siegfried Beuermann aus Scheden, will nämlich sein Grundstück verkaufen.

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Das Wasser des Ilksbachs fließt über eine Rutsche in die Werra: Karl Heinz Held

Quelle: mic

Hann. Münden. „Es haben sich schon Interessenten gemeldet, aber verschenken werde ich die Fläche nicht“, sagt Beuermann. Er habe das Grundstück am  Letzten Heller zwischen Hann. Münden und Laubach vor 20 Jahren von der Firma Preußenelektra erworben und es seither als Viehweide genutzt. Nun suche er einen Käufer. Interesse zeige unter anderem der Unterhaltungsverband Münden. „Wir sind für die Unterhaltung des gut einen Kilometer langen Bachs zuständig“, erklärt Geschäftsführer Jochen Lampert.

Seit Jahren trage sich sein Verband mit der Idee, die gemauerte Rutsche im Mündungsbereich zurückzubauen. Auf ihr schießt das Wasser mehrere Meter hinab zur Werra. „Für die meisten Fische und Kleinlebewesen ist die Rutsche umpassierbar“, weiß Lampert. Biotope würden so voneinander getrennt.

„Lediglich kräftige Bachforellen sind bei einem hohen Wasserstand der Werra in der Lage, vom Fluss hinauf in den Bach zu gelangen“, sagt Lampert. Ein Angler, der oft am Letzten Heller Fische fängt, bestätigt das. Im Oktober und November lasse sich das beobachten, wenn die bis zu 60 Zentimeter großen Forellen in Zuflüssen ihren Laich absetzten.

„Wir könnten den Bach in Fließrichtung der Werra abknicken lassen und mit weniger Steigung in den Fluss einleiten“, erläutert der Geschäftsführer die Idee. Dazu würden allerdings weitere Grundstücke benötigt. Zu beachten sei, dass ein Abwasserkanal über das Beuermann-Grundstück zum Fluss führe. Beteiligt werden müsste zudem das Wasser- und Schifffahrtsamt, das für die Bundeswasserstraße Werra zuständig sei. Durch die Renaturierung könnten verstärkt Sedimente in den Fluss gespült werden.

„Billig wird das nicht“, sagt Stadtratsmitglied Held. Fördergelder seien nötig. Von der hoch verschuldeten Stadt Hann. Münden erwarte er wenig. Allerdings habe sie die Renaturierung vor Jahren in ihr Klimaschutzprogramm Agenda 21 aufgenommenen.

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