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Niedriger Holzpreis schmälert Einnahmen

Holz-Bilanz Niedriger Holzpreis schmälert Einnahmen

Gewitterstürme haben nur vereinzelt Bäume umgeworfen. Das hält beim Stadtwald Hann. Münden die Kosten der Holzernte niedrig. Der städtische Betrieb machte in diesem Jahr in den ersten sechs Monaten 231 000 Euro Gewinn, berichtete Betriebsleiterin Susanne Gohde im städtischen Umweltausschuss.

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Der Stadtwald bringt Erholung -  und Hann. Münden im vergangenen Jahr 231000 Euro ein.  

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Die Einnahmen des Stadtwalds werden durch die eingebrochenen Preise bei Fichte und Buche geschmälert, führte die Försterin aus. Aufgrund des Überangebots an Holz nach Sturm Niklas seien die Preise 2015 gesunken. 88 bis 89 Euro für den Festmeter Fichte bekomme der städtische Betrieb derzeit. Vor zwei Jahren seien es noch 100 Euro gewesen. Negativ wirke sich aus, dass der Absatz von Restholz für die Produktion von Spanplatten aufgrund eines Überangebots stagniere.

„Der Stadtwald hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 7374 Festmeter Holz zu einem durchschnittlichen Preis von 62 Euro pro Festmeter verkauft“, sagte Gohde. Mehreinnahmen gebe es bei den ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für Dritte (Ökopunkte). Sie erfolgten etwa für den Bau des Lkw-Parkplatzes, der am Autohof Lutterberg entstehe. Statt der erwarteten 45 000 Euro nehme der Stadtwald für solche Dienstleistungen 67 000 Euro ein.

„Meine sechs Forstleute sind stark damit beschäftigt, Flächen, die nach den Stürmen Niklas und Kyrill aufgeforstet wurden, freizuschneiden und zu pflegen“, führte die Betriebsleiterin aus. Die Forstleute hätten Hütten, Bänke und Freizeitanlagen freigeschnitten und instand gesetzt, beim Jochenbrunnen die Eingangstür zu dem Betonhäuschen ersetzt und so einen Vandalismusschaden behoben. In diesem Jahr gebe es noch viel bei der Unterhaltung von Wander- und Forstwegen zu tun. In den Revierteilen Königshof und Blümer Berg stünden Pflegemaßnahmen an, so Gohde, der noch ein Förster und eine Verwaltungsmitarbeiterin zur Seite stehen.

Untätiger Jagdpächter?

Ein offenbar untätiger Jagdpächter mache dem Stadtwald Hann. Münden zu schaffen, berichtete Betriebsleiterin Susanne Gohde im städtischen Umweltausschuss. Weil der Pächter kaum Rehe und Rotwild schieße, seien die Bestände stark angewachsen. Die Tiere würden bereits erhebliche Schäden verursachen.
„Die Rehe machen sich über junge Lärchen, Eichen und Bergahorne her, das Rotwild schält Buchen“, sagte Gohde. Betroffen sei der Königshof, also das Waldgebiet zwischen Schäferhof, dem Nephrologischen Zentrum Niedersachsen und der Autobahn. Der Jagdpächter reagiere auf Bitten, endlich tätig zu werden, nicht. Das Aufstellen von Zäunen zum Schutz frisch aufgeforsteter Flächen koste viel Geld. „Wir lassen den Pachtvertrag nun auslaufen“, kündigte Gohde an. Künftig stelle der Stadtwald Jagderlaubnisscheine für die Monate Mai, Juli/August und Dezember aus. Dieses System belohne fleißige Jäger, die sich den Schein durch den Verkauf von Wildbret zurückverdienen könnten. Das verspreche bessere Abschussergebnisse.

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