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Hann. Münden prüft Friedwald

Weserliedanlage Hann. Münden prüft Friedwald

Einen Friedwald an der Weserliedanlage oberhalb von Hann. Münden regt der Göttinger Forststudent Steffen Lahrsen in seiner Bachelorarbeit an. Der Umweltausschuss des Rates hat den Betrieb Stadtwald beauftragt, die Pläne zu konkretisieren.

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Hann. Münden könnte möglicherweise bald einen Friedwald an der Weserliedanlage bekommen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hann. Münden. „120 Jahre alte Buchen prägen das Waldstück an der Weserliedanlage“, führte Lahrsen aus. Auch Eichen sowie vereinzelt Fichten und Lärchen wachsen dort. Das 1931 errichtete Denkmal, das an den Dichter und den Komponisten des Weserliedes erinnert und eine schöne Aussicht auf die Stadt bietet, lässt sich für Andachten nutzen. Über einen steilen Fußweg ist der Bereich von Bushaltestellen aus in einer Viertelstunde zu erreichen. Es gibt eine weniger steile, dafür aber doppelt so lange Alternativstrecke. Auch die Anfahrt mit dem Auto über den Sommerweg ist möglich. 15 Stellplätze sind vorhanden. Eine Wendemöglichkeit wäre zu schaffen.

 

Lahrsen hat für seine Arbeit, die er an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) bei Professor Volker Dubbel schreibt, 320 Bürger in der Mündener Fußgängerzone, aber auch online befragt. Vor allem die 40- bis 60-Jährigen nahmen sich Zeit. Jüngere Mündener, die der Student ansprach, eilten desinteressiert weiter. Nur wenige Senioren nahmen an der Befragung teil. mic

 

80 Prozent der Interviewpartner sprachen sich für einen Friedwald aus. Drei Standorte schlug Lahrsen ihnen vor, neben dem Publikumsfavoriten Weserliedanlage noch den Fuhrmannstein am Rinderstall sowie das Römerlager in Hedemünden. Der idyllisch gelegene Buchenmischwald am Rinderstall mit seinen knorrigen Eichen ist derzeit von Hann. Münden aus nur mit dem Auto zu erreichen. Es gibt 20 Parkplätze. „Der lehmige Boden ist nach Regenfällen nur eingeschränkt begehbar“, gibt der Student zu bedenken.

 

„Im Waldstück am Römerlager erzeugen dichtstehende Fichtengruppen eine düstere Atmosphäre“, berichtet Lahrsen. Auch dieser Bereich ist derzeit am besten mit dem Auto zu erreichen. Bis zur nächsten Bushaltestelle ist ein halbstündiger Fußweg zurückzulegen.

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