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Hann. Münden rüstet Zentralklärwerk nach

Reaktion auf höhere Abwasserabgabe Hann. Münden rüstet Zentralklärwerk nach

Mit Anlagen zur Dosierung von Kalk und Aluminiumsalzen hat die Stadtentwässerung Hann. Münden ihr zentrales Klärwerk ausgestattet. Der städtische Eigenbetrieb reagiert so auf eine zehnfach höhere Abwasserabgabe wegen Einleitung schlammiger Abwässer in die Weser.

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Hann. Münden. . Nach heftigen Niederschlägen im Januar 2012 war es in den Kläranlagen in Hann. Münden und in Hedemünden zu Störfällen gekommen. Gegen die beiden daraufhin erlassenen Bescheide reichte Hann. Münden beim Verwaltungsgericht Göttingen Klage ein. Die Stadt unterlag (Tageblatt berichtete).

Kläranlagen ensprechen "aktuellem Stand der Technik"

Betriebsleiter Joachim Spiegler betont, dass die Kläranlagen „dem aktuellen Stand der Technik entsprechen“ und „regelkonform betrieben“ würden. Ob die Stadtentwässerung den Schlammanteil im Nachklärbecken nun geringer halte, will der Betriebsleiter nicht mitteilen. Nach Einschätzung des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz hat der viele Schlamm dort die Störfälle „wesentlich“ mitverursacht.

Aufgrund des noch laufenden Verfahrens, so Spiegler, könnten „keine umfassenden Informationen an die Presse gegeben werden.“ Die Stadt will beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg in Berufung gehen. Keine Auskunft erteilt die Stadt zu den Kosten des Verfahrens. Es seien Rückstellungen gebildet worden, sagt Spiegler. Aus ihnen habe Hann. Münden die erhöhten Abwasserabgaben bezahlt. Sie seien sofort fällig gewesen. So musste die Stadt statt 95.200 Euro für die Zentralanlage und 10.400 Euro für die Anlage in Hedemünden jeweils das Zehnfache überweisen.

Gefahren durch Schlämme aus Klärwerken?

Die Frage, welche Gefahren durch Schlämme aus Klärwerken Mensch und Umwelt drohen, lässt sich laut Spiegler nicht „pauschal“ beantworten. 2012 jedenfalls habe keine Umweltgefahr bestanden. Das sehen auch Landkreis und Ministerium so, hieß es vor Gericht.

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