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Hann. Münden soll Fachwerkbeauftragten bekommen

Ehrenamtlichen Moderator für die Altstadtentwicklung Hann. Münden soll Fachwerkbeauftragten bekommen

Zum ehrenamtlichen Fachwerkbeauftragten der Stadt Hann. Münden will die SPD den Denkmalaktivisten Bernd Demandt ernennen. Als amtlich bestellter Moderator zwischen Eigentümern, Bürgern und Verwaltung soll er in der historischen Altstadt Leerstand und Verfall entgegenwirken.

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Ein Altstadtmoderator soll in Hann. Münden den Kontakt zu kaufinteressierten Bürgern herzustellen sowie mit dem städischen Denkmalschutz und dem Bauamt zu kooperieren.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden.. Demandt saniert seit Jahren alte Fachwerkhäuser im historischen Zentrum der Drei-Flüsse-Stadt. Mit der von ihm initiierten Aktion „Denkmal Kunst – Kunst Denkmal“ hat er andere zu Kauf und Restaurierung leerstehender, vom Verfall bedrohter Gebäude motiviert. Nun will die SPD Demandt auch offiziell mit diesem Amt beauftragen.

Das würde dem Aktivisten den Rücken stärken, erklärte Ines Albrecht-Engel (SPD) bei der Einbringung des Antrags im Stadtrat. Demandt kenne die alten Fachwerkhäuser Mündens „bestens“. Künftig solle er in amtlicher Mission Besitzer leerstehender Gebäude ausfindig machen und mit ihnen Kontakt aufnehmen. Ziel sei es dabei, den Kontakt zu kaufinteressierten Bürgern herzustellen sowie mit dem städischen Denkmalschutz und dem Bauamt zu kooperieren.

Der CDU erschloss sich der Sinn eines solchen Moderators nicht sofort. In der Verwaltung gebe es bereits Mitarbeiter, die „in Sachen Fachwerk kompetent Auskunft geben und Entscheidungen treffen“ könnten, argumentierte Ratsfrau Angelika Deutsch. Es müsse sichergestellt werden, dass es zu „keinen Kompetenzüberschneidungen“ zwischen der Verwaltung und dem neuen „Altstadtmoderator“ komme. Auch mit der frühzeitigen Festlegung auf eine bestimmte Person kann sich die CDU nicht anfreunden.

Auf Irritation stieß die Erwiederung der Sozialdemokratin, der nicht öffentlich tagende Verwaltungsauschuss solle über das weitere Vorgehen entscheiden. Ob es etwas zu verbergen gebe, erkundigte sich ein Bürger während der Einwohnerfragestunde. Der Verwaltungsausschuss tage häufiger, antwortete Albrecht-Engel.

Der Antrag wurde bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen in die Fachausschüsse verwiesen.

Von Michael Caspar

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