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Mit Altmetall 175000 Euro ergaunert

Hauptangeklagter verurteilt Mit Altmetall 175000 Euro ergaunert

Wegen großangelegter Abrechnungsbetrügereien mit Metallschrott muss ein 52-jähriger früherer Betreiber einer Metallhandelsfirma für dreieinhalb Jahre in Haft. Das hat das Landgericht Göttingen entschieden.

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Quelle: dpa

Hann. Münden/Göttingen. Die Kammer befand den Angeklagten des Betruges in 189 Fällen sowie der Beihilfe zum Betrug für schuldig, teilte ein Justizsprecher mit. Seine 46-jährige ehemalige Lebensgefährtin erhielt eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Gericht hielt es für erwiesen, dass die Angeklagten mit Hilfe von manipulierten Containern ein Unternehmen aus dem Landkreis Göttingen um rund 175000 Euro betrogen zu haben.

Der geschädigte Gewerbebetrieb hatte jahrelang durch die von den Angeklagten betriebene Metallhandelsfirma große Mengen Altmetall von seinen Standorten in Südniedersachsen und Nordhessen abholen lassen. Nach einigen Jahren kam der Verdacht auf, dass die Firma deutlich mehr Schrott abtransportierte, als sie mit ihrem Auftraggeber abrechnete. Die Polizei stieß bei einer Durchsuchung auf zwei präparierte Container, in deren Boden eine schwere Stahlplatte eingeschweißt war.

Den Ermittlungen zufolge sollen die Angeklagten die präparierten Container immer dann eingesetzt haben, wenn sie erstmals zu einem Betriebsstandort ihres Auftraggebers fuhren. Bei den weiteren Abtransporten sollen sie dann jeweils „normalgewichtige“ Container verwendet haben. Der Trick dabei: Normalerweise wird ein Lkw nur beim ersten Einsatz im Leerzustand gewogen. Danach wird der Lastwagen nur noch im beladenen Zustand gewogen, wenn er das Gelände wieder verlässt. Aus der Differenz zu dem einmalig ermittelten Leergewicht ergibt sich, wieviel Altmetall der Lkw geladen hat. Da beim ersten Wiegen ein deutlich höheres Leergewicht gespeichert worden war, wurde die Ladung dieser Container jeweils zu niedrig berechnet. Insgesamt sollen mehr als 1000 Tonnen Altmetall abtransportiert worden sein, für die das südniedersächsische Unternehmen keinen Cent erhielt.

Das Gericht ging mit seinem Urteil über den Antrag der Staatsanwaltschaft hinaus, die für den Hauptangeklagten eine Freiheitsstrafe von drei Jahren gefordert hatte. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe von nicht mehr als zwei Jahren beziehungsweise Freispruch plädiert. Der 52-Jährige war kurz vor Prozessbeginn wegen Verdunkelungsgefahr in Untersuchungshaft gekommen. Er soll versucht haben, Zeugen zu beeinflussen. Die Kammer beschloss, den Haftbefehl aufrechtzuerhalten - diesmal wegen Fluchtgefahr. nie

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