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Miteinander von Flüchtlingen und Bürgern

Ehemaliges Mündener Vereinskrankenhaus wird Flüchtlingsunterkunft Miteinander von Flüchtlingen und Bürgern

Der Umbau des ehemaligen Mündener Vereinskrankenhauses zu einer Flüchtlingsunterkunft einschließlich Stadtteilzentrum hat begonnen. Am Donnerstag stellten Organisatoren, Architekten und künftige Betreuer das Projekt detailliert vor.

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Das ehemalige Vereinskrankenhaus Hann. Münden.

Quelle: Archiv

Hann. Münden. „Mit größtmöglicher Transparenz gegenüber den Bürgern“, erklärte der Göttinger Landrat Bernhard Reuter (SPD), solle das neue Zentrum entwickelt werden. Dies sei notwendig für eine umfassende Akzeptanz und ein gedeihliches Miteinander von Flüchtlingen und Bürgern in Neumünden.

Im September sollen die ersten Flüchtlinge einziehen. Reuter rechnet nicht mehr damit, dass die ursprünglich geplante Maximalkapazität von 250 Flüchtlingen voll ausgeschöpft werde. Manfred Fraatz, Leiter des Sozialamts des Landkreises, sprach von 110 Flüchtlingen, die ab September ins dann fertige Kopfgebäude einziehen würden, und weiteren 110 Geflüchteten, die im später umgebauten Winkelbau unterkommen sollen. Im Kopfbau seien Umbauten kaum nötig, erläuterte Architekt Gregor Brune.

Trotz der sinkenden Zahlen, erklärte Reuter, würden die Umbaupläne in vollem Umfang weiterverfolgt. Reuter verwies hier auf das Bundesamt für Migeration und Flüchtlinge (BAMF), das mit weiteren 500000 Menschen durch Familiennachzug rechnet. Außerdem sei es völlig unvorhersehbar, wie sich die Verhältnisse in der Türkei oder dem Balkan entwickelten, wo die Flüchtlingsrouten verlaufen.

Nicht alle Gebäude des ehemaligen Vereinskrankenhauses bleiben erhalten. Abgerissen würden ausgerechnet die neueren Bauten, die älteren hätten sich als geeigneter erwiesen, erklärte Mündens Bürgemeister Harald Wegener (BFMÜ). Verschwinden werden die ehemalige Gynäkologie und der OP-Trakt. In diesem Jahr sollen etwa drei Millionen Euro verbaut werden. Eingesetzt würden vorrangig Betriebe aus der region.

Das ehemalige Vereinskrankenhaus solle nicht nur zu einer Unterkunft für Flüchtlinge, sondern auch zu einem „Ort der Integration und Beratung“ werden, betonte Wegener. Es sei notwendig, das große Engagement und die Kompetenz der verschiedenen Mündener Flüchtlingshelfergruppen aufeinander abzustimmen. Dafür werde es demnächst eine Zusammenkunft aller Helfer geben.

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