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Neubau der Mündener Weserbrücke für 2018 geplant

Niedersächsische Landesbehörde Neubau der Mündener Weserbrücke für 2018 geplant

Mit Bohrern erkunden in den kommenden Wochen Ingenieure den Untergrund für die neue Weserbrücke in Hann. Münden. Sie prüfen, wie tief sie sie gründen müssen. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr plant den Neubau stromabwärts parallel zur alten Brücke.

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Die Weserbrücke soll neu gebaut werden, in Kürze stehen Bodenuntersuchungen an.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. „Der Altbau, der 1961 in Betrieb genommen wurde, weist keine akuten Schäden auf“, betont Reinhard Wege, der zuständige Mitarbeiter vom Bad Gandersheimer Geschäftsbereich der Behörde. Er stellt klar, dass der verwendete Stahl keine Rostschäden aufweise. Korrekt erfolgt sei die Sanierung der Brückenkappen und Geländer sowie die Erneuerung des Fahrbahnbelags in den Jahren 2005 bis 2006. „Damals waren die Arbeiten notwendig, um die Verkehrssicherheit aufrechtzuerhalten“, führt Wege aus.

Nachrechnung erzwingt Neubau

Nun erzwingt jedoch eine Nachrechnung des Bauwerks den Neubau. Die Landesbehörde führt solche Berechnungen gemäß einer Richtlinie des Berliner Verkehrsministeriums aus dem Jahr 2011 nach und nach für sämtliche Brücken durch.

„Wir stellen gegenwärtig die notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren zusammen, das voraussichtlich noch in diesem Jahr eingeleitet wird“, kündigt Wege an. Um keine Zeit zu verlieren, entwerfe die Behörde zeitgleich den Neubau und stimme den Plan mit dem zuständigen Ministerium in Berlin ab. So könne Bad Gandersheim das Bauwerk ausschreiben, sobald der Planfeststellungsbeschluss Rechtskraft erlange.

Planungen stehen am Anfang

Noch stehen die Planungen am Anfang. Offen ist, ob die neue Brücke teilweise tiefer gegründet werden muss als die alte. Auch hinsichtlich der Konstruktionsart ist noch keine Entscheidung gefallen. Der Baubeginn ist für Herbst 2018 geplant. Die Arbeiten werden dann voraussichtlich zwei bis zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Die Nettokosten, die der Bund trägt, beziffert die Behörde auf 10,7 Millionen Euro.

Dabei schlägt der Brückenbau mit 8,9 Millionen Euro zu Buche. In diesem Betrag sind auch die Kosten für Abriss und Entsorgung des Altbaus enthalten. Die Kreisverkehre, die auf beiden Seiten der neuen Brücke anstelle der Ampeln entstehen, kosten 1,8 Millionen Euro. Zeitplan und Kosten können sich noch deutlich verändern, gibt Wege zu bedenken.

Alte Brücke eingeschränkt befahrbar

Während des Neubaus der Brücke wird die alte weiterhin eingeschränkt befahrbar sein. Täglich queren 13000 Fahrzeuge das Bauwerk, über das die Bundesstraßen 3 und 80 führen.

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