Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Neubau der Weserbrücke für 2019 geplant

210 Meter lang, elf Millionen Euro teuer Neubau der Weserbrücke für 2019 geplant

Als „großes Bauvorhaben“ hat Bürgermeister Harald Wegener (BfMü) am Donnerstagabend den Neubau der Weserbrücke in Hann. Münden bezeichnet und damit die Informationsveranstaltung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für Anlieger und Interessierte eröffnet.

Voriger Artikel
Staatsanwaltschaft ermittelt
Nächster Artikel
Ausstellung zu Hüten in Hann. Münden eröffnet
Quelle: CH/Archiv

Hann. Münden. Rund 150 Gäste waren der Einladung ins Welfenschloss gefolgt. Die alte Weserbrücke weist Schäden auf. Ein zügiger Neubau sei nach Auskunft des Straßenentwicklungsingenieurs Rüdiger Sump daher unumgänglich. Lösungsmöglichkeiten seien in den vergangenen Monaten im Straßenbauamt Bad Gandersheim untersucht worden. Die „kostengünstigste und unproblematischste“ Variante sei nach Sumps Angaben ein „Neubau stromabwärts“.

Der Verkehr solle nach jetzigem Planungsstand dann nicht mehr vier-, sondern nur noch zweispurig über die Weser führen. Um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten, sollen die Ampeln entfernt und durch Kreisel ersetzt werden. Als Vorteil des Brückenneubaus sieht Sump vor allem, dass „der Verkehr während der Bauzeit ungehindert über die alte Brücke weitergeht.“

Nachdem die Pläne zum Neubau ab sofort öffentlich ausliegen, haben Bewohner die Möglichkeit, Einwendungen einzureichen. Sump rechnet damit, dass der endgültige Planfeststellungsbeschluss Mitte 2018 vorliegt. Ab 2019 könnte dann das elf Millionen Euro teure Projekt umgesetzt werden. Die 210 Meter lange Brücke soll laut Sumps Aussage „nach zwei Jahren Bauzeit fertig gestellt werden“.

Bereits auf der Informationsveranstaltung äußerten sich besorgte Anwohner. Auch Jörg Wieland, Geschäftsführer des Bauvereins sagte: „Wir sind vom Neubau unmittelbar betroffen.“ Der Abstand der Balkone einiger unserer Mieter würde zur neuen Stützmauer, die zwischen 3,5 und acht Meter hoch ist, gerade einmal 17 Meter betragen. Er rechne schon jetzt mit einer Klage und kündigte eine juristische Prüfung des Bauvorhabens an, „falls es nicht zu einer Einigung kommt.“ sw

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Bilder der Woche vom 16. bis 22. September 2017