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Ort saniert von Schimmel befallene Immobilie

Trägerverein soll Bonaforther Dorfgemeinschaftshaus mieten Ort saniert von Schimmel befallene Immobilie

Eine Lösung bahnt sich im Streit um das Dorfgemeinschaftshaus in Bonaforth an, das die Stadt Hann. Münden wegen Schimmelbefalls geschlossen hat. Hann. Münden will die Immobilie an einen bereits 2014 gegründeten Trägerverein vermieten.

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Schimmel im Bonaforther Dorfgemeinschaftshaus.

Quelle: Archiv (Symbolfoto)

Bonaforth. „Ein erster Schritt ist getan“, zeigt sich Ortsbürgermeister Roldand Sittig (SPD) vorsichtig optimistisch. Am Mittwoch, 18. Mai, erörtert der Ortsrat die entsprechende Beschlussvorlage um 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus, Bonaforther Straße 81 . Mit dieser würde der Rat der Stadt, der über die Angelegenheit am 20. Juni berät, seinen im November 2015 gefassten Beschluss rückgängig machen. Danach sollte der Gebäudekomplex abgerissen und – deutlich kleiner – neu gebaut werden. Das hatte zu scharfen Protesten der Bonaforther geführt.

Nun ist vorgesehen, dass der neue Trägerverein die Sporthalle mit ihren stark belasteten Nebenräumen sowie die weniger betroffenen Räume des ehemaligen Kindergartens in Eigenleistung saniert. Ein Gestattungsvertrag würde dem Verein entsprechende Arbeiten erlauben. Die Kommunalen Dienste Münden, ein städtisches Tochterunternehmen, übernehmen in diesem Fall Materialkosten von bis zu 60.000 Euro.

Der Mietvertrag soll über 20 Jahre laufen. Der Trägerverein könnte dann Zuschüsse beantragen, etwa beim Landes- und Kreissportbund sowie aus dem Leader-Programm der Europäischen Union. Im Gegenzug für die erbrachten Leistungen will die Stadt auf eine Miete verzichten.

Der Trägerverein verpflichtet sich vertraglich, bis zur Feststellung der Schimmelfreiheit Helfern und Gästen nur in Schutzkleidung den Zugang zum Gebäude zu erlauben. Die betreffenden Personen müssen zudem ein Schreiben unterzeichnen, in dem sie auf mögliche Schadensersatzansprüche gegenüber dem Eigentümer, der Stadt, verzichten.

„Wir wollen in einem ersten Schritt, die ehemaligen Kindergartenräume herrichten“, kündigt Sittig an. Dort wollen künftig die Chorgemeinschaft üben, die Gymnastikgruppe trainieren und Vereine Versammlungen abhalten. In einem zweiten Schritt werde die Halle saniert. Dort müsse unter anderem das Dach gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Im angrenzenden Clubraum sei der Schimmelbefall am stärksten. Eine Folge des Streits mit der Stadt: „Die Einigkeit in Bonaforth war noch nie so groß“, sagt Sittig.

Streit um Schließung

Während der Sommerpause 2014 hat sich im Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth Schimmel gebildet. Die Stadt sperrte daraufhin als Eigentümerin der Immobilie die Sporthalle. Die integrative Kindergarten musste umzuziehen. Seither streiten die Bonaforther, die die Reaktion der Verwaltung für überzogen halten, mit der Stadt über die Zukunft des Gebäudekomplexes.

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