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Pläne für neue Fähre über die Fulda

Spiekershäuser stellen Projekt vor Pläne für neue Fähre über die Fulda

Eine kleine Fähre für vier Personen und zwei Fahrräder soll künftig zwischen Spiekershausen und der anderen Fuldaseite verkehren. Diese Idee hat sich Landrat Bernhard Reuter (SPD) am Mittwoch vor Ort vorstellen lassen. Ein Arbeitskreis soll jetzt im Auftrag der Gemeinde Staufenberg ein Konzept erstellen.

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Blick auf das Lokal Roter Kater.

Quelle: R

Spiekershausen. „Das Projekt wird Teil unseres Gemeindeentwicklungskonzepts Isek, das wir seit 2015 erarbeiten“, erklärte Bürgermeister Bernd Grebenstein (parteilos).

Die Planung stehe noch ganz am Anfang. Verschiedene Arten von Fähren seien möglich. Sie könnte wie ein Tretboot betrieben oder über ein Grundseil gezogen werden. Offen sei, wo im Ort die Fährstation gebaut werden solle. Denkbare Standorte seien der Festplatz oder der Bereich beim Ausflugslokal Fuldagarten. Mitzureden habe das Wasserschifffahrtsamt, dass die Anlage genehmigen müsse.

Die Gemeinde will bis zu 180.000 Euro investieren. Bürgermeister Grebenstein stellte jedoch klar, dass Staufenberg das Geld nicht alleine aufbringen könne. Landrat Reuter kündigte Unterstützung an. Er mahnte die Gemeinde, die späteren Betriebskosten im Blick zu haben. Die Fähre müsse ohne festangestelltes Personal auskommen. Ortsbürgermeister Hilmar Sengler (CDU) will die Gemeinde Fuldatal auf der anderen Flussseite sowie die Stadt Kassel für das Projekt gewinnen.

„Es fahren viele Radfahrer von Kassel nach Spiekershausen“, berichtete Sengler. Hinter dem Ort ende der Radweg am Fluss. Es gehe dann über eine Schotterstrecke steil bergauf und bergab. Da wäre es schön, wenn Radfahrer die Flussseite wechseln könnten, um weiter an der Fulda bis Hann. Münden fahren zu können. Zwischen der Hafenbrücke in Kassel und der Staustufe bei Wahnhausen gebe es keine weitere Querungsmöglichkeit.

Fähren hat es in Spiekershausen bereits früher gegeben. Erstmals Erwähnung fand sie in einer Urkunde von 1366, als der damalige Landesherr Herzog Ernst von Braunschweig die Fährrechte an die örtliche Kirchengemeinde St. Peter übertrug. „Bis in die 60er-Jahre gab es bei der alten Mühle eine Fähre für Fahrzeuge, bis Mitte der 70er-Jahre beim Ausflugslokal Fuldagarten eine Fähre für Personen“, erinnerte sich der Ortsbürgermeister. Mit einer Glocke sei der Fährmann damals herbeigerufen worden.

Sengler verfolgt seit der Fertigstellung der ICE-Brücke über die Fulda 1989 noch ein zweites Projekt. Die Bahn soll den Kontrollgang für Fußgänger und Radfahrer freigeben.

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