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Planungen für DenkmalKunst auf Hochtouren

Fachwerk-Fünfeck Planungen für DenkmalKunst auf Hochtouren

An neun Tagen öffnen 100 Denkmäler in fünf Städten ihre Türen. Mehr als 300 bildende Künstler zeigen in dieser Zeit ihre Werke und etwa 250 Veranstaltungen sorgen für Abwechslung im Fachwerk-Fünfeck. Der Organisator des DenkmalKunst-Festivals Bernd Demand hat sich viel vorgenommen.

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Bernd Demand und Lore Puntigam beim Planungsgespräch im Café Aegidius.

Quelle: Wesche

Hann. Münden. Die ursprüngliche Idee, durch Kunst und Musik auf Leerstände hinzuweisen und alte Gemäuer wieder mit Leben zu erfüllen, sei nach Angaben von Demand inzwischen - zumindest in Hann. Münden - hinfällig. „Es gibt hier schlicht keinen Leerstand mehr, außer in den Gebäuden, die einem gewissen Herrn in Bad Orb gehören.“ Also stand die Ausrichtung der DenkmalKunst auf der Kippe. „Doch wenn wir das Projekt nicht einstampfen, nehmen wir es eben mal fünf.“ 

 

Demand zeigt in diesem Jahr für die Ausrichtung des Events in den Städten des Fachwerk-Fünfecks verantwortlich. In Duderstadt, Einbeck, Osterode, Northeim und Hann. Münden erwartet die Besucher in der Zeit vom 29. September bis 8. Oktober ein umfang- und facettenreiches Programm. 230 ausstellende Künstler stünden nach Angaben der Mitorganisatorin Lore Puntigam bereits fest. Sie seien handverlesen und kämen zu fünfzig Prozent aus der Region des Fünfecks. Die andere Hälfte der Maler, Fotografen, Grafiker, Bildhauer und Keramiker reisten aus ganz Deutschland an. 

 

Für die Abendveranstaltungen in Hann. Münden stehen nach Demands Planungen das Cafe Aegidius, die reformierte und die evangelisch-lutherische Kirche zur Verfügung. Darüber hinaus werden im Packhof, dem Geschwister-Scholl-Haus sowie erstmals auch im TG-Heim Solokünstler und Bands auftreten. 

 

In Osterode konnte nach Angaben der Veranstalter die Schachtrupp-Villa als Veranstaltungsort gewonnen werden. Darüber hinaus werden auch die Türen des Rathauses sowie des Museums geöffnet. Einige kleine, leerstehende Fachwerkhäuser sollen ebenfalls als Eventlocations genutzt werden. 

 

Neben dem Bürgersaal werden in Northeim auch die Katakomben hinter der alten Brauerei für die Besucher zugänglich sein. Auch das Theater der Nacht dient als Veranstaltungsraum. Großes Ziel sei es nach Aussage Demands, in Duderstadt das ehemaligen Kino zu öffnen. Da sich das Gebäude aber zur Zeit in der Zwangsversteigerung befinde, liege eine Nutzungserlaubnis noch nicht vor. Auftritte im Heinemannschen Haus hingegen stünden bereits heute fest. 

 

In Einbeck werde man Gäste in der alten Synagoge und im Gebäude des ehemaligen Blaudrucks empfangen können. Den Gesamtetat des Festivals veranschlagt Demand mit 650.000 Euro. Als Hauptsponsor konnten die fünf VR-Banken in den beteiligten Städten gewonnen werden. Weitere Sponsoren werden aber noch gesucht. Als Schirmherr fungiert Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).

Von Susanne Weche

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