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Privatinvestoren wollen Stadtwald kaufen

Betrieb erwirtschaftete 2015 einen Gewinn von 130.000 Euro Privatinvestoren wollen Stadtwald kaufen

Drei private Investoren zeigen Interesse am Kauf von Hann. Mündens Stadtwald. Das hat Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) im Ausschuss für Umwelt, erneuerbare Energien und Tourismus mitgeteilt. Jeder der Investoren sei bereit, 28 Millionen Euro zu bezahlen und die Mitarbeiter zu übernehmen.

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Quelle: Archiv

Hann. Münden. Seit Jahren steht der Verkauf des Wald im städtischen Haushaltskonsolidierungsprogramm. Die Landesforsten von Niedersachsen und Hessen zeigten Münden die kalte Schulter, berichtete der Bürgermeister. Daher verhandele er mit privaten Investoren, hoffe aber auf einen „letzten Anruf“ kurz vor dem Verkauf. Er halte die Mitarbeiter des Stadtwalds auf dem Laufenden, betonte Wegener.

Der Betrieb Stadtwald erwirtschaftete im vergangenen Jahr bei Aufwendungen für Personol von 535.000 Euro und für Sachen von 423.000 Euro einen Überschuss von 130.000 Euro (ohne interne Verrechnung von Verwaltungskosten), berichtete Betriebsleiterin Susanne Gohde. Der Betrieb schlug 16.700 Festmeter Holz. Ein Viertel davon entfiel auf Zwangsfällungen aufgrund von Schäden durch Stürme wie Niklas vor einem Jahr, aber auch durch Käfer.

„Gute Preise“, so Gohde, habe der Betrieb für die 5000 Festmeter Buchen- und die 500 Festmeter Eichenstammholz erzielen können. Die Preise für Nadelstammholz brachen dagegen aufgrund des Überangebots nach dem Sturm um zehn bis 14 Euro pro Festmeter ein. „Aus diesem Grund haben wir auf den jährlichen Einschlag im September und Oktober verzichtet“, sagte die Försterin.

Nachdem sich die Preise etwas verbessert hatten, erntete der Betrieb im November 700 Festmeter Nadelholz am Blümer Berg und 100 Festmeter im Sudholz. Bei einer Submission erzielte eine Lärche aus dem Blümer Berg mit einem Preis von 439 Euro pro Festmeter das zweitbeste Ergebnis.

Eine Folge des Sturms ist, dass zu viele junge Fichten und Lärchen überleben. Die fünf Meter hohen Bäume stehen in einigen Teilen des Reviers dicht an dicht. Die Waldarbeiter lichten die Bestände. In Hedemünden erneuerte der Betrieb eine Brunnenanglege und eine Sitzgruppe. Mit Grundschülern pflanzte Gohde einen Feldahorn, mit Kommunalpolitikern am Tag der Deutschen Einheit drei Bäume auf dem Tanzwerder.

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