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Räumung der Grundschule abgewendet

Erleichterung bei den Eltern Räumung der Grundschule abgewendet

Erleichterung herrschte am Freitagnachmittag in Hemeln. 200 Bürger, darunter viele Eltern mit kleinen Kindern, hatten sich vor der Grundschule versammelt. Befriedigt nahmen sie zur Kenntnis, dass die Stadt Hann. Münden die geplante Schließung der Schule abwenden will.

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Ortsbürgermeister Urhahn warnte die Bürger vor zu großer Freunde. Noch sei nicht sicher, ob die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigen werde.

Quelle: Harald Wenzel

Hemeln. „Insbesondere für die Erst- und Zweitklässler wäre es nicht schön gewesen, wenn sie mit dem Bus zur neun Kilometer entfernten Nachbarschule in Gimte hätten pendeln müssen“, sagte Stefan Schulz, Vater von vier Kindern. Die Hemelner Grundschule, die er früher selbst besucht hätte, liege zwei Gehminuten von seinem Haus entfernt. „Fällt mal eine Stunde aus, haben es die Kinder nicht weit nach Hause“, so Schulz.

Jasmin Deutsch, deren Sohn in Hemeln in die zweite Klasse geht, lobte die kleinen Klassen. 25 Kinder besuchten die Grundschule. Die erste und zweite sowie die dritte und vierte Klasse erhielten zusammen Unterricht. Die Lehrer könnten sich intensiv um die Schüler kümmern.

Rudolph Wiebke, eine andere Mutter, betonte die Bedeutung des Kindergartens und der Grundschule bei Wohnortentscheidungen. „Wir haben fast keine Leerstände im Dorf“, ergänzte Ortsbürgermeister Alfred Urhahn (WG). Hemeln sei bei jungen Familien attraktiv. Unter Applaus der Bürger dankte er dem Verwaltungsausschuss der Stadt Hann. Münden. Der hatte am Donnerstag „nach anderhalb Stunden kontroverser Diskussion“, so Urhahn, beschlossen, die Schließung aufgrund von Brandschutzmängeln abwenden zu wollen (Tageblatt berichtete). In den Haushalt 2017 sollen nachträglich 63.700 Euro eingestellt werden. Mit dem Geld wird dann unter anderem ein zweiter Fluchtweg geschaffen werden. Eine Behelfstreppe, die ein Gerüstbauer Mitte des Jahres den Hemelner kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte, war von der Verwaltung nach zwei Wochen gesperrt worden. Die Gründe: Unter anderem seien die Stufen zu kurz und die Abstände beim Geländer zu groß.

Bis die Arbeiten ausgeführt sind, bleibt der erste Stock der Schule gesperrt. Die Kinder, die bisher dort unterrichtet wurden, sollen nun in einem 45 Quadratmeter großen Container auf dem Schulhof lernen. Die Kosten für die Aufstellung und die monatliche Miete will der Förderverein aufbringen. „Wie haben an die 130 Spender“, erklärte der Vorsitzende Joachim Mundt.

Ortsbürgermeister Urhahn warnte die Bürger vor zu großer Freunde. Noch sei nicht sicher, ob die Kommunalaufsicht den Haushalt genehmigen werde. Auch weiter sinkende Schülerzahlen könnten den Erhalt der Schule erneut gefährden.

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