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Rat Münden beschließt Neubau des DGH Bonaforth

„Erhebliche Kommunikationsstörungen“ Rat Münden beschließt Neubau des DGH Bonaforth

Das Dorfgemeinschaftshaus Bonaforth soll wegen Schimmelbefalls abgerissen und neu gebaut werden. Der Rat der Stadt Hann-Münden hat zugestimmt, Mittel dafür in der mittelfristigen Finanzplanung bereitzustellen. Der Beschluss umfasst den Verwaltungsvorschlag und einen Änderungsantrag der SPD.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Hann. Münden. Im September wurde die Belastung mit Schimmelsporen festgestellt. Halle, Clubraum und Kindergarten wurden geschlossen. Die durch Gutachten gestützte Nachricht, das Gebäude sei ein wirtschaftlicher Totalschaden und müsse abgerissen werden, löste in der Ortschaft einen Proteststurm aus. Die Vermutung vieler Bürger: Die Verwaltung wolle das DGH seit langem schließen und sei nicht daran interessiert, den Komplex durch Sanierungsmaßnahmen zu retten.

Bürgermeister Harald Wegener (BFMü) bezog dazu während der Ratssitzung Stellung. „Die Behauptung, dass wir einen Abriss herbeiführen wollten, ist völlig absurd.“ Aus dem Ortsrat heraus wurde eine mangelhafte Informationspolitik beklagt. In Bezug auf den Ärger der Bonaforther „gab es offenbar erhebliche Kommunikationsstörungen zwischen Verwaltung und Gemeindevertretern“, sagte Ratsherr Joachim Atzert (SPD). Die Entscheidung sei richtig, erklärte während der Sitzung Markus Jerrentrup (CDU): „Wir  sind für einen kompletten Abriss der Immobilie und dafür, zeitgleich so schnell wie möglich einen bedarfsorientierten Neubau zu errichten.“

Die Verwaltung hatte in ihrer Beschlussvorlage das Jahr 2019 für die Realisierung des Neubaus in Aussicht gestellt. Laut Änderungsantrag der SPD, eingebracht von Ratsfrau Ines Albrecht-Engel, soll die „Planung der bedarfsgerechten Einrichtungen sofort in Angriff genommen werden“. Der Bedarf an Feuerwehreinrichtungen müsse ermittelt werden. Für die integrative Kindertagesstättengruppe seien bis Sommer alternative Räume in der Stadt zur Verfügung zu stellen. Auch für Bürgerbegegnungen müssten Ersatzquartiere bereitgehalten werden.

Die Grünen stimmten der ergänzten Verwaltungsvorlage nicht zu. Lena Kürschner trug für ihre Fraktion ebenfalls einen Ergänzungsantrag vor. Sie forderte, bis Sommer in Bonaforth auf dem Gelände des Kinderspielplatzes einen Ersatz für den abgerissenen Kindergartenbau zu errichten. Dies Zeitfenster einzuhalten sei, so Franz Bitz (BFMü), unrealistisch. Er stimmte wie die übrigen Fraktionen dem SPD-Änderungsantrag zu.

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