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Stadt lässt Schlauchturm der Feuerwehr abreißen

Betonschäden Stadt lässt Schlauchturm der Feuerwehr abreißen

Der Turm, in dem die Feuerwehr Hann. Münden bis 2006 ihre Schläuche getrocknet hat, wird abgerissen. Mit einem Bagger rückte die Sondershausen Recycling GmbH dem 29 Meter hohen Bauwerk am Donnerstag zu Leibe. Bauschäden, die die Statik gefährden, machen den Rückbau notwendig.

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In Aktion: Der Schlauchturm wird abgerissen.

Quelle: Caspar

Hann. Münden. Der Abrissbagger stößt mit seiner Schere gegen den Turm, bohrt sich durch die Ziegelsteinwand, dreht die Schere im Loch herum. Krachend stürzen Steine in die Tiefe. Eine Staubwolke breitet sich aus. Nach und nach bricht der Bagger das gesamte Gefach heraus. Übrig bleibt das Betongerüst. Das nimmt sich der Bagger im nächsten Schritt vor. Beton fällt herab. Zurück bleibt das Stahlgeflecht. Das zwackt der Fahrer mit der Schere ab.

„Vier Wochen werden die Abrissarbeiten noch dauern“, kündigt Bauleiter Jürgen Stieler von den Kommunalen Diensten Hann. Münden an. Bis auf die Bodenplatte wird der Turm zurückgebaut. Begonnen haben die Arbeiten bereits Mitte Juni. Die obersten beiden der acht Stockwerke trugen Arbeiter mit dem Stemmhammer ab.

Notwendig wurde der Abriss, weil der Beton des Bauwerks, das in den 60er-Jahren errichtet worden ist, zu bröckeln begann. Steinchen fielen herunter. Sie legten den Stahl frei, der zu rosten begann. „Eine Sanierung hätte 500.000 Euro gekostet“, berichtet Stieler. Sie war aber nicht notwendig, da die Feuerwehr den Turm seit Fertigstellung einer neuen Wasch- und Trocknungsanlage für die Schläuche nur noch für Abseilübungen nutzt. „Das üben wir nun in einer Halle der Firma Pufas in Volkmarshausen“, sagt Eike Schucht, der ehrenamtliche Ortsbrandmeister und hauptamtliche Gerätewart der Wehr.

Die Stadt entschloss sich, das Bauwerk für 60.000 Euro abreißen zu lassen. Im Preis ist auch die Entsorgung von 235 Kubikmetern Bauschutt, 28 Lkw-Ladungen, enthalten.

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