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Stadtrat Münden stoppt Seilbahn

Machbarkeitsstudie abgelehnt Stadtrat Münden stoppt Seilbahn

Etwas „Visionäres“ hat Hann. Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ) der Idee abgewinnen können. Als „utopisch“ erschien die Vorstellung einer Seilbahn, die die Innenstadt mit dem Aussichtsturm Tillyschanze verbindet, jedoch der Mehrheit des Stadtrates. Sie lehnte das Projekt ab.

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Die Tillyschanze in Hann. Münden

Quelle: Archiv

Hann. Münden. Die Idee stammt vom Mündener Unternehmer Fred Stemmer. Der Verein Touristik Naturpark Münden unterstützt sie, weil eine Seilbahn Reisenden den barrierefreien Zugang ermöglichen würde. Familien mit kleinen Kindern könnten bequem nach oben fahren, ebenso Hochzeitsgesellschaften, Busgruppen oder Wanderer.

 

Das überzeugte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei seinem Besuch der Drei-Flüsse-Stadt im November. Weil er um die hohe Verschuldung der Stadt weiß, bot er Hann. Münden die Übernahme der Kosten für eine Machbarkeitsstudie in Höhe von 80.000 Euro an.

 

Auf die Stadt dürften aber auch in Zukunft keine Kosten zukommen, betonte der Bürgermeister im Stadtrat. Am ehesten Zustimmung fand das Projekt bei der SPD-Mehrheitsfraktion. Doch selbst dort meldeten sich Gegner zu Wort. So erklärte Ratsherr Joachim Atzert, dass er gegen das Projekt sei, solange es für die Sanierung des von Schimmel befallenen Dorfgemeinschaftshauses Bonaforth kein Geld gebe.

 

Der CDU erschien das Projekt aufgrund der Steillage, des instabilen Erdreichs und des notwendigen Ankaufs von Flächen von Hessenforst als „unrealistisch“, führte Angelika Deutsch aus. Von „Steuergeldverschwendung“ sprach Martin Bretzler (Grüne). Kirsten Klein (Linke) fand das Projekt angesichts einer drohenden „Massenentlassung“ in den beiden insolventen Mündener Krankenhäusern unpassend. Die öffentliche Hand sollte ihr Geld lieber zur Übernahme der Kliniken verwenden. Sarkastisch fragte sie, was als nächstes komme: Bungee-Jumping vom Natermannturm oder Kreuzfahrtschiffe am Weserhafen? mic

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