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Stephan Weil (SPD) zu Besuch in Hann. Münden

Bringt positive Nachrichten Stephan Weil (SPD) zu Besuch in Hann. Münden

Bekommt Hann. Münden eine Seilbahn vom Tanzwerder zur Tillyschanze? Eine Studie soll klären, ob das möglich ist. Finanziert wird die Studie zu 100 Prozent vom Land, so eine der positiven Nachrichten, die Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch bei seinem Besuch nach Münden mitbrachte.

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V.l.: Ronald Schminke, Stephan Weil und Bürgermeister Harald Wegener.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Der Mann, der die Seilbahn-Idee umsetzen würde, ist der Mündener Unternehmer Fred Stemmer, der mehrere alte Fachwerkhäuser zu einem neuen Hotel umbauen ließ. „Ich möchte etwas für den Tourismus in Münden tun“, begründet Stemmer sein Engagement. In diesem Hotel traf der Ministerpräsident den 62-Jährigen im Rahmen des vom SPD-Landtagsabgeordneten Ronald Schminke organisierten Besuchsprogramms in Hann. Münden.

Voraussetzung für eine mögliche Investition in eine Seilbahn sei, dass das Projekt umsetzbar ist. Eine Machbarkeitsstudie soll zum Beispiel prüfen, unter welchen Bedingungen das Projekt möglich wäre, welche baulichen Voraussetzungen erforderlich wären und welches Potenzial sich für die Entwicklung des Tourismus in Hann. Münden böte. Weil die Stadt sich aufgrund ihrer Finanzlage nicht an einer Ko-Finanzierung beteiligen kann, signalisierte Weil, dass das Land die Machbarkeitsstudie zu 100 Prozent bezahle.

Gerade für den Tourismus in Hann. Münden wäre eine Seilbahn wichtig, betonte Antje Jahn, Geschäftsführerin des Vereins Touristik Naturpark Münden. Münden benötige im Wettbewerb mit anderen Kommunen ein Highlight, denn „auf Dauer können wir mit Fachwerk allein nicht bestehen“. Daher sei die alte Idee einer Seilbahn wieder reaktiviert worden.

Eine Seilbahn könnte Gäste zum Aussichtspunkt befördern, die sonst nicht zur Tillyschanze kämen, so Jahn, beispielsweise Rentner oder Familien. Idealerweise fänden sie dann dort ein Panoramarestaurant in entsprechender Größe vor. Die Pächter der bestehenden Gaststätte wollen in Ruhestand gehen, sagte Schminke und nannte den Zeitpunkt für das Projekt ideal. Dass man mit Investitionen in den Tourismus nicht zu lange warten sollte, habe sich im Harz gezeigt. Dort gebe es dadurch große Probleme, so Weil. In Bezug auf die Seilbahn sollte zunächst das Ergebnis der Studie abgewartet werden, sagte er.

"Das ist wirklich eindrucksvoll"

„In Münden gibt es einen, der ist positiv verrückt“, sagte der SPD-Landtagsabgeordnete Ronald Schminke zu Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), als sie das Haus Speckstraße 7 betreten hatten. Der Mann, den der Ministerpräsident dann kennenlernte, ist Denkmalaktivist Bernd Demandt.

Demandt hatte beim Besuch Weils weitere Akteure um sich geschart, denn er sei längst nicht mehr der einzige, der für die Erhaltung alter Fachwerkhäuser brenne. Allen voran die Bürgergenossenschaft, deren Vorsitzender Demandt ist, erfuhr Weil, und viele ehrenamtliche Helfer, die zusammen mit Demandt 2007 im Rahmen des ersten Festivals Denkmalkunst  dem völlig maroden Gebäude Speckstraße 7 wieder zu neuem Glanz verhalfen. Inzwischen ist das Kunstnetz Münden als Mieter eingezogen.

Die Strahlkraft des bürgerschaftlichen Engagements in Münden solle nun mit dem Fachwerkfünfeck, einem Zusammenschluss der fünf Fachwerkstädte Münden, Northeim, Einbeck, Duderstadt und Osterode, auf die anderen Städte übertragen werden, teilte Mündens Bürgermeister Harald Wegener (BFMÜ) mit. Das Fernziel sei dabei,  die fünf Städte als Weltkulturerbe zu entwickeln.

In Münden gebe es indes nicht mehr viele Fachwerkhäuser, derer sich die Bürgergenossenschaft annehmen könnte. Deshalb werde die Idee des Denkmalkunst-Festivals nun in die anderen Städte getragen. Demandt lud Weil schon jetzt zur Eröffnung im September 2017 ein. Der Ministerpräsident zeigte sich sehr angetan vom Engagement der Mündener. Sein Fazit: „Das ist wirklich eindrucksvoll.“

©Hinzmann

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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